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01.06.2013

08:40 Uhr

Investitionen in Afrika

Japan will sich Rohstoffe sichern

Nach China nun Japan: Das ostasiatische Land will die Entwicklung Afrikas mit 140 Billionen Yen (10,7 Milliarden Euro) unterstützen. Wohl kaum aus reiner Nächstenliebe. Der Wettlauf um Rohstoffe geht in eine neue Runde.

Zahlreiche Regierungschefs aus Afrika nehmen an der Konferenz in Yokohama teil. ap

Zahlreiche Regierungschefs aus Afrika nehmen an der Konferenz in Yokohama teil.

Tokio/YokohamaDie Hilfe aus öffentlichen und privaten Mitteln soll sich in den kommenden fünf Jahren auf zusammen umgerechnet 24,5 Milliarden Euro belaufen. Dies gab der japanische Ministerpräsident Shinzo Abe am Samstag vor Vertretern von mehr als 40 afrikanischen Staaten zu Beginn einer dreitägigen Konferenz in Tokio bekannt. Mit der Tokyo International Conference on African Development (TICAD) bemüht sich Japan, die Beziehung zu dem Kontinent zu stärken. Vor der diesjährigen Konferenz betonten japanische Regierungsvertreter, sie wollten von einem Geber-Empfänger-Verhältnis stärker auf eine Geschäftspartnerschaft umstellen.

"Was Afrika nun braucht, sind Investitionen im Privatsektor", sagte Regierungschef Abe am Samstag. Public-Private-Partnerships, also Kooperationen zwischen öffentlichen Organisationen und privaten Unternehmen, seien ein Hebel für solche Investitionen. Abe kündigte an, dass Japan das Wachstum in Afrika mit Investitionen von 3,2 Billionen Yen im öffentlichen und privaten Sektor unterstützen werde. Außerdem sollten tausend afrikanische Studenten in den kommenden fünf Jahren die Möglichkeit erhalten, an japanischen Universitäten zu studieren und in japanischen Unternehmen Praktika zu machen.

Japans Industrie sieht Afrika als einen potenziellen Wachstumsmarkt an. Dabei geht es auch um die reichen Rohstoffvorkommen des Kontinents. Trotz langjähriger Beziehungen mit Afrika ist Japan jedoch bei Investitionen und Handelsvolumen zuletzt deutlich hinter dem Rivalen China zurückgefallen. Das forschere Auftreten Chinas auf dem Kontinent führte dazu, dass das chinesische Handelsvolumen inzwischen fünfmal so hoch wie das Japans ist und die direkten Investitionen achtmal so viel wie diejenigen Japans betragen.

Die dreitägige Konferenz wird von Organisationen wie den Vereinten Nationen, der Weltbank und erstmals der Afrikanischen Union mitveranstaltet.

Kommentare (7)

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Gast

01.06.2013, 09:19 Uhr

https://www.youtube.com/watch?v=NXORojfXBCY&list=UUGThM-ZZBba1Zl9rU-XeR-A&index=33

Account gelöscht!

01.06.2013, 09:38 Uhr


Strategische Investionen , insbesondere im Rohstoffsektor, sind unserer Regierung wohl fremd. Das kaspern wir doch lieber mit Kita, Mutterschutzgeld, Auszeiten rum.
Was will die Wählerschaft von brav aufgestellten Regionalpolitikern auch erwarten. Die Welt kennen sie nicht, Veränderungen nehmen sie nur punktuell autistisch wahr.
Wer sichert unsere gemeinsame Zukunft ?

skd

01.06.2013, 09:45 Uhr

Wer das interessante Interview mit Mark Steyn gesehen hat (auf YouTube unter "The End of the World as We Know It"), ahnt, wie sehr sich die Welt ändern wird und wie naiv und blauäugig wir in Europa den Herausforderung der Zukunft gegenüber stehen.

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