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26.01.2007

10:37 Uhr

Investitionen

Osteuropa gewinnt an Standortqualität

VonDorit Hess und Reinhold Vetter

Die mittel- und osteuropäischen EU-Länder gewinnen zunehmend an Standortqualität. Das ergibt eine bislang unveröffentlichte Studie der Deka-Bank, die dem Handelsblatt vorliegt. Am besten schneiden in dem Indikator, der die Kosten sowie die Produktivität von Arbeit hoch gewichtet, die baltischen Staaten Estland, Lettland und Litauen ab.

HB DÜSSELDORF/WARSCHAU. Die mittel- und osteuropäischen EU-Länder gewinnen zunehmend an Standortqualität. Das ergibt eine bislang unveröffentlichte Studie der Deka-Bank, die dem Handelsblatt vorliegt. Danach haben sich alle zehn untersuchten Investitionsstandorte gegenüber dem Vorjahr im Hinblick auf unternehmensspezifische Faktoren wie die Produktivität von Arbeit sowie unternehmensübergreifende Faktoren wie Rechtssicherheit verbessert.

Am besten schneiden in dem Indikator, der die Kosten sowie die Produktivität von Arbeit hoch gewichtet, die baltischen Staaten Estland, Lettland und Litauen ab, Schlusslicht ist Slowenien. „Für alle Länder gilt zwar, dass die Arbeitskosten tendenziell steigen, dafür verbessern sich aber die Bedingungen vor Ort“, sagt Deka-Ökonom Dietmar Hornung, der das Ranking das dritte Jahr in Folge erstellt hat.

Das zeigt Spitzenreiter Estland beispielhaft: Dort sind die Lohnkosten 2006, verglichen mit 2005, zwar auf durchschnittlich sieben Dollar pro Stunde gestiegen. Der Lohnkostenanstieg ist laut Hornung aber nicht nur relativ gering, verglichen mit den meisten anderen Ländern, die Arbeitsproduktivität sei zudem gestiegen.

Die Ergebnisse der Studie entsprechen größtenteils auch Erkenntnissen anderer Analysen wie dem Konjunkturbericht, den 14 deutsche Auslandskammern Mittel- und Osteuropas im Sommer 2006 veröffentlicht haben. Dort schnitt Estland ebenfalls am besten ab. Aber auch Slowenien, in der Deka-Studie Schlusslicht, erhielt gute Noten. Anders als die Bankvolkswirte zogen die Kammern für ihre Analyse vor allem subjektive Einschätzungen von fast tausend in Mittel- und Osteuropa aktiven Unternehmen über die konjunkturelle Lage sowie ihre Geschäftsergebnisse zu Rate.

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