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20.04.2015

14:13 Uhr

Investitionsprogramm

China will Milliarden in Pakistan investieren

Peking plant Pakistan-Programm: Der chinesische Präsident Xi Jinping hat bei einem Besuch der pakistanischen Hauptstadt Milliardeninvestitionen versprochen. Es soll der Anfang einer neu auflebenden Freundschaft sein.

Pakistan profitiert von dem Besuch der chinesischen Staatsführung. dpa

Chinas Präsident in Pakistan

Pakistan profitiert von dem Besuch der chinesischen Staatsführung.

IslamabadChina plant massive Investitionen in Pakistan. Präsident Xi Jinping begann am Montag in Islamabad einen zweitägigen Besuch, bei dem er nach pakistanischen Angaben Energie- und Infrastrukturprojekte im Wert von umgerechnet knapp 42 Milliarden Euro ankündigen will. Der pakistanische Premierminister Nawaz Sharif empfing Xi mit militärischen Ehren und sprach von einem neuen Kapitel der Beziehungen beider Länder.

Nach Worten des pakistanischen Planungsministers Ahsan Iqbal sollen umgerechnet rund 34 Milliarden Euro in die pakistanische Energieversorgung fließen. Die Arbeit an Projekten für rund 26 Milliarden Euro könne sofort beginnen, der Rest in den nächsten drei bis fünf Jahren. Sharif versprach, mögliche Hindernisse aus dem Weg zu räumen, damit die Projekte im Zeitrahmen vollendet werden könnten.

China und Pakistan sind seit langem enge Partner. Allerdings verschob Xi im vergangenen Jahr seinen geplanten Besuch in Islamabad, weil es dort Demonstrationen gegen die Regierung gab. Stattdessen reiste Xi nach Indien, Pakistans Nachbarn und Rivalen.

Chinesische Großinvestitionen in Ost- und Südosteuropa

Serbien:

Bisher zwei Milliarden Euro zugesagt für Kraftwerke und Autobahnen. Weitere realisierte und geplante Investitionen Pekings sind:

Ungarn und Serbien:

Vertrag zum Neubau der 350 Kilometer langen Eisenbahnstrecke Budapest-Belgrad unterzeichnet. Investition: zwei Milliarden Euro

Bosnien-Herzegowina:

Verhandelt wird über Erweiterung des Kraftwerks in Tuzla für rund 750 Millionen Euro. Neubau des Kraftwerks Stanari für 500 Millionen Euro weit fortgeschritten

Montenegro:

Erste Autobahn in Richtung Norden über 42 Kilometer wird von China gebaut und mit knapp 690 Millionen Euro finanziert.

Mazedonien:

China baut seit Frühjahr 57 Kilometer Autobahn im Westen des Landes für 375 Millionen Euro.

Bulgarien:

Chinesische Fabrik zur Automontage in Lowetsch für knapp 100 Millionen Euro.

Tschechien:

Chinesisches Energieunternehmen CEFC will mit 680 Millionen Euro bei Investmentgruppe J&T einsteigen, die in den Bereichen Energie, Bergbau und Finanzen tätig ist.

Griechenland:

Chinesische COSCO-Reederei hat 60 Prozent des Hafens von Piräus gepachtet.

Rumänien:

Das Land hofft auf Ausbau des Atomkraftwerks Cernavoda durch China.

China ist für Pakistan ein wichtiger Waffenlieferant und will auch dazu beitragen, antichinesische islamische Separatisten in den autonomen Stammesgebieten zu bekämpfen. Peking hat darüber hinaus ein Interesse daran, dass Pakistan hilft, Afghanistan zu stabilisieren, nachdem die Nato ihre Präsenz dort verringert hat.

Von

dpa

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