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19.10.2014

20:09 Uhr

Investitionsprogramm

Paris fordert von Berlin 50 Milliarden Euro

„50 Milliarden Euro Einsparungen bei uns und 50 Milliarden zusätzliche Investitionen bei Ihnen – das wäre ein gutes Gleichgewicht“: Französische Minister nehmen die deutsche Bundesregierung in die Pflicht.

Der französische Finanzminister Michel Sapin will staatliche Investitionen auch in Frankreich erhalten. AFP

Der französische Finanzminister Michel Sapin will staatliche Investitionen auch in Frankreich erhalten.

FrankfurtDie französischen Minister für Finanzen und Wirtschaft, Michel Sapin und Emmanuel Macron, fordern, dass Deutschland in den kommenden drei Jahren seine Investitionen in gleichem Maße erhöht wie Frankreich Einsparungen vornimmt. „50 Milliarden Euro Einsparungen bei uns und 50 Milliarden zusätzliche Investitionen bei Ihnen – das wäre ein gutes Gleichgewicht“, sagte Wirtschaftsminister Macron der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“.

„Es ist unser kollektives Interesse, dass Deutschland investiert“, fügte Macron hinzu. Die zusätzlichen 50 Milliarden Euro wären nach seinen Worten „ohne Probleme mit einer seriösen Haushaltspolitik zu vereinbaren“. Frankreich dagegen fehlten die Mittel für mehr Ausgaben. Macron warnte zugleich vor einer „übertriebenen Sparpolitik“. Finanzminister Sapin sagte: „In den Ländern, die ihre Haushalte konsolidieren müssen, geht es darum, die staatlichen Investitionen zu erhalten. Das tun wir.“

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Die beiden französischen Minister beraten angesichts der sich eintrübenden Wirtschaftslage in Europa am Montag in Berlin zusammen mit Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) und Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) über Wege zur Förderung von Investitionen. Angesichts der lahmenden Wirtschaft und massiver Haushaltsprobleme in einigen EU-Staaten wie in Frankreich wird derzeit heftig über die richtige Balance zwischen Sparpolitik und einer durch Investitionen geförderten Wachstumspolitik diskutiert.

Von

afp

Kommentare (6)

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Frau Wil Fried

20.10.2014, 08:24 Uhr

Diese lapidare Forderung Frankreichs zeigt das ganze Unvermögen der Politik auf. Unser Nachbar hat noch immer nicht zur Kenntnis genommen, dass wir kraft GG nächstes Jahr gar keine Neuverschuldung haben dürfen, außerdem investiert man nicht ins Blaue hinein. Frankreich will vermutlich nur erreichen, dass die BRD ebenso wie Frankreich die Maastricht-Kriterien nicht erfüllt. Subventionen und Investitionen würden die dt. Wirtschaftskraft stärken und die Wettbewerbsfähigkeit noch mehr verzerren. Frankreich würde davon kaum profitieren. Seit der Regentschaft Hollandes scheint das Verständnis für Wirtschaft vollends darnieder zu liegen. Sollte Frankreichs Wirtschaft scheitern, wäre auch der Euro am Ende - alternativlos!

Herr D. Dino54

20.10.2014, 09:34 Uhr

Die Entwicklung der EU-Gemeinschaft und die EURO - Einführung,
incl. nicht geeignete Mitglieder, folgt eine Kurz-Feststellung:

Zu früh ***** Zu viel ***** Zu schnell !!!

Durch "Volksvertreter" mit viel Kompetenzleere oder durch eine Abhängigkeit von Lobby - Gruppen / Parteien-"Diktaturen" !

Nicht alle, aber zu viele !

Der Rammbock kommt immer näher, verursacht durch einen kranken, perversen Lobbyismus ! Dies war vorhersehbar !!!

Herr Helmut Paulsen

20.10.2014, 10:14 Uhr

Frankreich sollte zum FRANC zurückkehren - und dann ihre eigene Notenbank in Paris beauftragen.

Der EURO ist eine Zwangsjacke für alle Staaten Europas und muss weg.

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