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17.01.2010

11:19 Uhr

Irak

„Chemie-Ali“ erneut zum Tode verurteilt

Der frühere irakischen Gouverneur und General Ali Hassan al Madschid ist am Sonntag wegen des Giftgasangriffs auf die nordirakische Stadt Halabdscha zum Tode verurteilt worden

HB BAGDAD. Ein irakisches Gericht hat den als "Chemie-Ali" bekannten Cousin des früheren Machthabers Saddam Hussein erneut zum Tode verurteilt. Ali Hassan al-Madschid sei wegen seiner Rolle bei einem Gasangriff für schuldig befunden worden, bei dem 1988 rund 5000 Kurden getötet wurden, wie ein Gerichtssprecher am Sonntag mitteilte. Der frühere Verteidigungsminister Sultan Haschem sei wegen des Angriffs in der Kurdenstadt Halabdscha zu 15 Jahren Haft verurteilt worden.

Madschid wurde im August 2003 verhaftet, fünf Monate nach der Invasion des Irak durch US-Truppen. Im Juni 2007 wurde er wegen seiner Verantwortung für eine Militäroffensive gegen Kurden von Februar bis August 1988 ebenfalls zum Tode verurteilt. Weitere Todesstrafen erhielt er im Dezember 2008 wegen der Niederschlagung eines Schiitenaufstands nach dem Golfkrieg 1991 und für seine Beteiligung an der Ermordung und Vertreibung schiitischer Muslime 1999.

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