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23.01.2003

07:56 Uhr

ink DÜSSELDORF. Uno-Waffeninspektor Hans Blix findet Hinweise auf gravierende irakische Verletzungen der Uno-Auflagen. Er fordert dennoch mehr Zeit für die Waffeninspektoren, um alle Indizien prüfen zu können. Deshalb verhindern Frankreich, Russland und China eine zweite Uno-Resolution, die ein militärisches Vorgehen rechtfertigen soll. Allenfalls gibt es eine Erklärung des Sicherheitsrates, in dem die Verfehlung des Irak festgestellt wird.

Die USA entschließen sich zu einem Angriff, unterstützt von Großbritannien. Die Arbeit der Waffeninspektoren habe gezeigt, dass das Regime in Bagdad nicht kooperiere, lautet die Begründung. Die Zeit für den Diktator sei abgelaufen. Intern wird von der US-Administration der Zeitpunkt des Losschlagens damit begründet, dass man die enorme Anzahl von Soldaten und Gerät nicht auf Dauer in der Golfregion stationiert lassen könne.

Die Kritik etwa Frankreichs fällt moderat aus. Man habe zwar den Krieg nicht gewollt, Irak trage aber eine erhebliche Mitschuld. Diverse Länder stellen den USA zumindest logistische Hilfe für den Krieg zur Verfügung.

Für die Bundesregierung eine schwierige Lage. Das Fehlen einer zweiten Uno-Resolution wird eine Debatte im rot-grünen Lager auslösen, ob es sich um einen Angriffskrieg handelt. Die Regierung wird sich jedoch zurückhalten, den Krieg zwar als falsches Mittel kritisieren, die Überflugrechte etwa aber nicht in Frage stellen.

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