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14.01.2012

12:43 Uhr

Irak

Mehr als 50 Pilger bei Selbstmordattentat getötet

Ein Anschlag auf schiitische Pilger im Süden des Irak hat nach Behördenangaben mindestens 52 Todesopfer gefordert. Die Gläubigen waren auf dem Weg zu den heiligen Stätten der Schiiten in der Stadt Kerbela.

Unzählige Schiiten pilgern derzeit zu den heiligen Stätten in der Stadt Kerbela. dapd

Unzählige Schiiten pilgern derzeit zu den heiligen Stätten in der Stadt Kerbela.

KairoBei einem Selbstmordattentat in der südirakischen Stadt Basra sind am Samstag mindestens 52 schiitische Pilger ums Leben gekommen. Das berichtete die Nachrichtenagentur Aswat al-Irak unter Berufung auf Mediziner. Weitere 90 Menschen wurden nach Angaben aus Sicherheitskreisen verletzt. Die Gläubigen waren auf dem Weg zu den heiligen Stätten der Schiiten in der Pilgerstadt Kerbela im Süden des Landes.

Trotz massiverSicherheitsvorkehrungen sprengte sich der Attentäter mit einem Sprengstoffgürtel mitten in einer Gruppe von Wallfahrern in die Luft, die auf dem Weg in eine Moschee waren, berichtete eine irakische Webseite. Unter den Opfern seien auch Frauen und Kinder gewesen. Nach Angaben von Augenzeugen hatte der Angreifer vor der Tat zunächst Kekse verteilt. Als Polizisten sich ihm näherten, kam es zur Explosion.

In der Nähe der Stadt Mossul wurden nach Angaben aus Sicherheitskreisen drei Polizisten bei einem weiteren Bombenanschlag getötet. Dabei hatte es der Angreifer offenbar ebenfalls auf Pilger abgesehen, die einen dort einen Schiitenschrein besuchten.

Ziel des Pilgermarsches ist diese Moschee. dapd

Ziel des Pilgermarsches ist diese Moschee.

In Kerbela versammelten sich am Samstag Millionen von Gläubigen, um das Ende der Trauerzeit für den im Jahr 680 dort getöteten Imam Hussein bin Ali zu begehen, dem Enkel des Propheten Mohammed. In den vergangenen Jahren war es bei diesen Wallfahrten immer wieder zu blutigen Anschlägen auf Schiiten gekommen.

Basra liegt rund 420 Kilometer südöstlich der Hauptstadt Bagdad. Nach dem Abzug der letzten US-Truppen aus dem Irak Ende 2011 war das Land von einer Serie von Sprengstoffanschlägen erschüttert worden. Beobachter sehen einen Zusammenhang zwischen den Anschlägen und der Eskalation des politischen Streits zwischen schiitischen und sunnitischen Muslimen. Schiiten stellen knapp zwei Drittel der rund 30 Millionen Iraker. Etwa ein Drittel bekennt sich zur Glaubensrichtung der Sunniten.

Von

dpa

Kommentare (2)

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weltenbrand

14.01.2012, 12:01 Uhr

dafür hat gott pilger doch gemacht...

nachseinemabbildgeschaffener

14.01.2012, 16:25 Uhr

...sagt der agent des satans.

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