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04.10.2017

13:44 Uhr

Irak

Offensive auf vorletzte IS-Hochburg Hawidscha

Im Irak ist eine große Offensive gegen den IS gestartet. Irakische Streitkräfte und Milizen griffen die IS-Hochburg Hawidscha an. Dort sind laut Uno bis zu 78.000 Zivilisten eingeschlossen.

Das Standbild eines Videos, welches durch Kurdistan 24 zur Verfügung gestellt wurde, zeigt einen irakischen Panzer beim Beziehen seiner Stellung. dpa

Irak beginnt Offensive auf IS-Hochburg Hawidscha

Das Standbild eines Videos, welches durch Kurdistan 24 zur Verfügung gestellt wurde, zeigt einen irakischen Panzer beim Beziehen seiner Stellung.

BagdadIrakische Streitkräfte und Milizen haben nach Militärangaben am Mittwoch eine abschließende Offensive gegen die Extremistenmiliz Islamischer Staat (IS) in der Stadt Hawidscha gestartet. Dabei handelt es sich um eines der zwei verbliebenen IS-Gebieten in dem Land.

Das staatliche Fernsehen zeigte Bilder, die den Angriff nach Angaben des Senders live übertrugen. Darauf waren dicke schwarze Rauchwolken zu sehen. Sie sollen von Erdölquellen stammen, die die Islamisten angezündet haben, um angreifenden Kampfflugzeugen die Sicht zu nehmen. Hawidscha liegt in der Nähe der Ölstadt Kirkuk im Norden Iraks. An der Offensive nehmen die von US-Truppen unterstützten irakischen Streitkräfte teil sowie von Iran ausgebildete und ausgerüstete schiitische Milizen.

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Nach Einschätzung der Vereinten Nationen sind im Gebiet von Hawidscha bis zu 78.000 Zivilisten eingeschlossen. Einige werden nach irakischen Angaben von den Extremisten am Verlassen gehindert. Andere trauten sich nicht, weil sie Sprengfallen befürchteten.

Vor zwei Tagen hatten die Truppen die von IS-Kämpfern besetzte Luftwaffenbasis Raschad zurückerobert. Sie wurde von den Extremisten als Ausbildungs- und Logistikstützpunkt genutzt. Neben Hawidscha kontrolliert der IS noch einen Streifen irakischen Gebiets an der westlichen Grenze zu Syrien, darunter auch die Grenzstadt Al-Kaim.

Das vom IS geschaffene grenzüberschreitende Kalifat ist praktisch im Juli zusammengebrochen, als die irakischen Truppen nach neun Monaten Kampf die Stadt Mossul zurückeroberten. Dort hatte IS-Anführer Abu Bakr al-Bagdadi Mitte 2014 das Kalifat ausgerufen.

Von

rtr

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