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21.03.2006

09:04 Uhr

Irak

Saddams Außenminister soll CIA-Quelle gewesen sein

Die letztlich falschen Informationen des US-Geheimdienstes CIA über irakische Massenvernichtungswaffen haben angeblich auf einer hochrangigen Quelle beruht: Nadschi Sabri, letzter Außenminister des gestürzten irakischen Diktators Saddam Hussein, soll CIA-Informant gewesen sein.

Da war er noch im Amt: Nadschi Sabri. Foto: dpa Quelle: dpa

Da war er noch im Amt: Nadschi Sabri. Foto: dpa

HB BAGDAD. Wie der US-Fernsehsender NBC unter Berufung auf CIA-Kreise berichtet, erhielt Sabri durch einen Vermittler mehr als 100 000 Dollar für Informationen über das Waffenprogramm Saddams erhalten. Sabri habe der CIA angedeutet, dass der Irak über kein Waffenprogramm von Bedeutung verfügt habe, allerdings zugleich von Chemiewaffenlagern berichtet, was sich später als falsch herausgestellt habe. Die USA hatten ihren Krieg gegen den Irak Saddams mit der Existenz von Massenvernichtungswaffen begründet, die jedoch nie gefunden wurden.

Die Zusammenarbeit Sabris mit der CIA sei im September 2002 durch französische Vermittlung zu Stande gekommen, hieß es in dem Bericht weiter. Daher sei der irakische Politiker möglicherweise davon ausgegangen, mit den Frankreich zusammengearbeitet zu haben. Nachdem Sabri sich geweigert habe, zu den USA überzulaufen, sei der Kontakt beendet worden. Der Ex-Außenminister tauchte nach dem Krieg nicht auf der US-Liste der 55 meist gesuchten Iraker auf. NBC zufolge lehrt er jetzt an einer nicht näher genannten Universität im Nahen Osten.

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