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02.01.2014

14:17 Uhr

Irak

Terroristen übernehmen teilweise Kontrolle

Es fahren bewaffnete Rebellen vor, die eigentlichen Sicherheitskräfte sind nicht zu sehen, Teile ganzer Städte sind in der Hand von Extremisten: Die Lage im Irak spitzt sich nach der Räumung eines Protestlagers zu.

Nachdem das Protestcamp in Ramadi aufgelöst wurde, brachen die Unruhen los: Im Hintergrund brennt ein Polizeiwagen, vorn jubeln Demonstranten. Reuters

Nachdem das Protestcamp in Ramadi aufgelöst wurde, brachen die Unruhen los: Im Hintergrund brennt ein Polizeiwagen, vorn jubeln Demonstranten.

Ramadi/ FalludschaIslamistische Rebellen haben am Donnerstag die Kontrolle über Teile der irakischen Städte Ramadi und Falludscha übernommen. Kämpfer der Extremistengruppe Islamischer Staat im Irak und der Levante (ISIL) würden die Hälfte von Falludscha kontrollieren, sagte ein Vertreter des Innenministeriums. Laut dem Ministeriumsvertreter würden die anderen Viertel von bewaffneten Stammesangehörigen kontrolliert. Ein AFP-Reporter beobachtete in Ramadi, wie Lastwagen mit schwer bewaffneten Männern durch die Straßen fuhren. Sicherheitskräfte waren nicht zu sehen.

Augenzeugen berichteten, die Kämpfer der mit dem Terrornetzwerk Al-Kaida verbündeten Gruppe hätten auf den Straßen im Zentrum und im Süden der Stadt Kontrollposten errichtet, die jeweils von sechs oder sieben bewaffneten Männern besetzt seien.

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Die Zahl der Anschläge im Irak nimmt zu. Der irakische Ministerpräsident al-Maliki hofft im Kampf gegen den Terror auf die Unterstützung der USA. Obama bekräftigte beim Treffen in Washington die Zusammenarbeit.

Am Mittwoch hatten Aufständische in Falludscha eine Polizeiwache in Brand gesetzt und hunderte Häftlinge befreit, nachdem sie die Polizei vertrieben hatten. Auch in der Provinzhauptstadt Ramadi wurden vier Wachen und mehrere Militärfahrzeuge angezündet. Auslöser der Gewalt in der unruhigen Provinz Anbar war die Räumung eines Protestlagers sunnitischer Regierungsgegner in Ramadi am Montag.

Ein AFP-Reporter berichtete aus der Stadt westlich von Bagdad, dutzende Lastwagen voller ISIL-Kämpfer würden mit schwarzen Flaggen durch die Straßen fahren und über Lautsprecher Lieder spielen, in denen die Extremistengruppe verherrlicht werde. Sicherheitskräfte waren keine zu sehen, doch hielt sich die Armee außerhalb der Stadt in Bereitschaft.

Nach der Räumung des Protestlagers in Ramadi waren bei Kämpfen mindestens 14 Menschen getötet worden. Aus Protest gegen die Räumung des Lagers legten 44 Parlamentarier ihre Mandate nieder. Ministerpräsident Nuri al-Maliki hatte gesagt, das Protestlager an einer Autobahn nahe der Stadt sei von Al-Kaida unterwandert worden. Er forderte daher die Demonstranten zum Verlassen des Lagers auf.

Im Irak gibt es seit mehr als einem Jahr Proteste der sunnitischen Minderheit gegen die schiitisch dominierte Regierung Malikis. Die Sunniten fühlen sich von der Regierung benachteiligt und sehen sich als Opfer der polizeilichen Repression. Bei der Auflösung eines sunnitischen Protestlagers in der Stadt Hawidscha hatte es im April gewaltsame Auseinandersetzungen gegeben, bei denen dutzende Menschen getötet wurden.

Von

afp

Kommentare (1)

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pressidentarmedjihad@dynip.name

02.01.2014, 14:53 Uhr

Ich will das nicht. Wenn ich bei der Exploration (gelogische Suche nach Rohstoffen) in einem BLOCKFREIEN Staat Uran finde will ich daraus unkontrollierrt Kernwaffen bauen dürfen!

Ich will keine Rüstungskontrolle. Was will die UN Schon machen? Hans Blix schicken der einen bösen Brief schreibt?

~~~

Bundewehr & wirtschaft(-sinteressen)

Transportwege:

Kontrolle des Iran/Irak Öl-Exportembargos

Sicherung gefährlicher Rohstoffe;

Szenario: eine möglicherweise erfolgende geologische Erschliessung/Entdeckung neue Uran-Vorkommen in einem Land das bisher nicht den sperrverträgen für atomwaffen beigetreten ist

High-Tech:

Wollen wir wirklich mit unseren eigenen neuesten Waffen bekämpft werden?

Daher ist die Wirtschaft welche Güter herstellt die sich für den Einsatz als oder in Waffen eignet (Navigationssysteme etc.) militärisch zu reglementieren.




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