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15.10.2014

10:48 Uhr

Irak und Syrien

Mindestens acht Selbstmordattentäter aus Deutschland

Tausende Freiwillige aus der ganzen Welt unterstützen die IS-Miliz, darunter mehrere hundert aus Deutschland. Mindestens acht Deutsche rissen zahlreiche Menschen bei Selbstmordattentaten für die Dschihadisten in den Tod.

Vor der türkischen Botschaft in Berlin bei einer Mahnwache gegen den IS: Die Terrormiliz erhält nicht nur Unterstützung aus Deutschland. dpa

Vor der türkischen Botschaft in Berlin bei einer Mahnwache gegen den IS: Die Terrormiliz erhält nicht nur Unterstützung aus Deutschland.

BerlinIn Syrien und dem Irak haben sich einem Medienbericht zufolge bereits mindestens acht Selbstmordattentäter aus Deutschland für die Dschihadisten-Organisation Islamischer Staat (IS) in die Luft gesprengt. Ein Selbstmordattentat am Sonntag im irakischen Kara Tapah sei der achte Vorfall, der einem deutschen IS-Kämpfer zugerechnet werde, berichtete der Tagesspiegel unter Berufung auf Sicherheitskreise am Mittwoch vorab.

Der Anschlag mit mindestens 25 Toten sei von einem Deutschen mit dem Kampfnamen Abu Sara al-Almani verübt worden. Von den acht Selbstmordattentätern stammen dem Bericht zufolge drei aus Nordrhein-Westfalen sowie einer aus Hessen.

Demnach war Robert B. aus Solingen der erste Deutsche, der sich im Januar für die IS-Kämpfer in die Luft sprengte. Der 26-Jährige habe den Kampfnamen Uthman al-Almani getragen. Al-Amani ist Arabisch für „der Deutsche“.

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Ein Anschlag im irakischen Ramadi im Mai könne dem aus Frankfurt am Main stammenden Raschid B. zugeordnet werden, berichtete der Tagesspiegel weiter. Der 27-jährige Deutsch-Marrokaner trug demnach den Kampfnamen Abu Ajub al-Maghribi.

Weitere Anschläge wurden einem Deutschtunesier mit dem Alias Abu Hafs al-Tunesi und Ahmet C. aus Ennepetal zugeschrieben. Unter dem Kampfnamen Abu Kakar al-Almani soll Ahmet C. 50 Menschen mit in den Tod gerissen haben.

Aus Nordrhein-Westfalen kam der Zeitung zufolge auch Philip B., Kampfname Abu Usama al-Almani. Der Konvertit aus Dinslaken habe im Nordirak mindestens 20 Menschen getötet, als er sich in die Luft jagte.

Der radikalsunnitische IS eroberte seit Juni weite Gebiete im Nordirak und im Bürgerkriegsland Syrien, derzeit toben heftige Kämpfe um die nordsyrische Kurdenstadt Kobane. Der IS erhält Zulauf von tausenden Freiwilligen aus aller Welt, darunter laut Sicherheitsbehörden auch mehrere hundert Deutsche.

Von

afp

Kommentare (7)

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Herr Teito Klein

15.10.2014, 11:19 Uhr

Deutsche Dschihadisten sprengen sich in die Luft
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Jetzt sitzen sie als Märtyrer bei Allah und haben 72 Jungfrauen für ihren selbstlosen Einsatz erhalten.
Schon im Koran steht: "Ihr müsst die Ungläubigen töten wo immer ihr sie trefft, das ist die Pflicht eines jeden gläubigen Muslim.

Herr Helmut Paulsen

15.10.2014, 11:29 Uhr

"Deutsch" ist nur ihr Pass, den sie bekommen haben.

Der Kampf gegen IS ist der "Lackmustest" für alle islamischen Staaten, ob sie wirklich bereit sind gegen Extremisten vorzugehen. Türkei hat schonmal nicht bestanden.

IS ist nach meiner Meinung eine künstliche Inszenierung, ausgestattet mit Waffen und Geld, die sunnitischen Extremisten und allen anderen "Kämpfern" als Magnet dient, wenn sie gegen den Westen kämpfen und ggf auch sterben wollen - dann können sie das dort - und nicht bei uns zu hause - hoffentlich !

Die USA sind dabei in der Zwickmühle - einerseits wollen sie den IS-Magnet behalten, so lange es Extremisten gibt die da hinwollen - zum anderen müssen sie natürlich IS bekämpfen.

Schwierig !

Gleichzeitig wird daurch Europa überschwemmt mit Flüchtlingen - das ist durchaus gewollt dabei weil Bestandteil des Konzeptes "Neue Weltordnung". Gemischte Lemmings-Welt.

Herr Helmut Paulsen

15.10.2014, 11:34 Uhr

In der Bibel steht auch viel Schmarren. Es gibt auch sehr viele fleissige, friedliebende Moslems. Das will ich ihnen gern zugestehen.

Nur müssen die nicht alle in Deutschland zu hause sein oder herkommen wollen. Schon aus der Türkei haben wie 10x mehr Zuwanderer in Deutschland als der Durchschnitt ALLER anderen Zuwanderer.

Mit der ungebremsten Zuwanderung entsteht natürlich auch berechtigter "gesellschaftlciher Gegendruck" - wer das nicht anerkennt ist naiv oder hinterhältig. Das hat mit "fremdenfeindlich" nichts zu tun !

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