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09.02.2013

12:21 Uhr

Irakischer Sicherheitsmann. AFP

Irakischer Sicherheitsmann.

Bagdad/BerlinBei einem Raketenangriff auf ein Lager einer iranischen Oppositionsgruppe im Irak sind mindestens fünf Menschen getötet worden. Irakische Sicherheitskräfte und der Volksmudschaheddin in Bagdad sprachen von mindestens fünf Getöteten. Ein Sprecher der Organisation in Berlin hatte zuvor von bis zu zehn Todesopfern gesprochen. 20 Menschen wurden nach Angaben aus Polizeikreisen verletzt.

Das „Camp Liberty“ genannte Lager wurde nach Angaben irakischer Sicherheitskreise am Morgen mit rund 50 Raketen und Mörsergranaten angegriffen. Nach Informationen der Mission der Vereinten Nationen im Irak wurden dabei auch irakische Polizisten verletzt. Der Chef des Uno-Einsatzes, Martin Kobler erklärte, dass internationale Beobachter vor Ort seien.

Ein Sprecher der Gruppe iranischen Mudschahedin-e-Chalk (MEK) vermutete hinter dem Angriff eine auf Auslandseinsätze spezialisierte Eliteeinheit der iranischen Revolutionsgarden.

Die revolutionistische MEK setzt sich für den Sturz der geistlichen Führer im Iran ein und kämpfte in den 1980er Jahren an der Seite des mittlerweile gestürzten irakischen Präsidenten Saddam Hussein im Krieg gegen den Iran. Im vergangenen Jahr wurde sie aus ihrem alten Standort in ein neues Lager umgesiedelt, in die frühere US-Militärbasis „Camp Liberty“. Dort leben nach Angaben der Organisation 3100 Iraner.

Die überwiegend schiitische Regierung des Irak, die nach dem Sturz Saddams die Macht übernahm, ist auf die politische Unterstützung des Iran angewiesen und sieht die Anwesenheit der Gruppe kritisch. Die Vereinten Nationen beabsichtigen, den MEK-Mitgliedern den Flüchtlingsstatus zuzuerkennen, damit sie ins Ausland gebracht werden können.

Kommentare (2)

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NOMASSAD

09.02.2013, 13:11 Uhr

Da hatten sicherlich der CIA u. Mossad Ihre Finger im Spiel.

Thomas-Melber-Stuttgart

09.02.2013, 14:17 Uhr

Wären die MEK nicht anti-Iran wären sie "vom Westen" schon längst als terroristische Organisation eingestuft.

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