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16.07.2015

03:25 Uhr

Iran-Abkommen

Obama bedankt sich bei Putin

Darstellungen aus Washington und Moskau zufolge darf die Welt sich auf ein neues Dream-Team freuen: Obama und Putin sind sich über das Iran-Abkommen einig – und wollen auch bei anderen Themen zusammenarbeiten.

Der russische Präsident Wladimir Putin und US-Präsident Barack Obama haben telefoniert (Archivfoto) - und ein Thema gefunden, über das sie sich einig sind. dpa

Putin und Obama am Telefon

Der russische Präsident Wladimir Putin und US-Präsident Barack Obama haben telefoniert (Archivfoto) - und ein Thema gefunden, über das sie sich einig sind.

Washington/MoskauUS-Präsident Barack Obama und Russlands Präsident Wladimir Putin haben über das jüngste Atomabkommen mit dem Iran beraten.

Trotz Iran-Abkommen: Eine Welt ohne Atombomben? Keine Chance!

Trotz Iran-Abkommen

Eine Welt ohne Atombomben? Keine Chance!

Der Iran verzichtet auf den Bau einer nuklearen Bombe. So sieht es das Atom-Abkommen vor. Schon vor 13 Jahren schlossen die USA und Russland ein Abrüstungsabkommen. Trotzdem: Eine Welt ohne Atombomben ist nicht in Sicht.

In dem Telefonat vom Mittwoch seien sich die beiden darüber einig gewesen, dass die Übereinkunft den Interessen aller Akteure der internationalen Gemeinschaft diene, teilte der Kreml mit. Zudem hätten Obama und Putin darin übereingestimmt, dass der Deal die Nichtverbreitung von Kernwaffen fördere und die Spannungen im Nahen Osten abbaue.

Laut dem Weißen dankte Obama dem Kremlchef für die Rolle seines Landes bei den Verhandlungen mit Teheran. Sie hätten sich darauf verständigt, sich bei der Umsetzung des Atomabkommens eng miteinander abzustimmen. Zudem hätten sie den Willen bekundet, auch bei anderen Themen zusammenarbeiten, etwa dem Bürgerkrieg in Syrien, teilte das Weiße Haus weiter mit.

Ob auch das umstrittene russische Vorgehen in der Ukraine zur Sprache kam, wurde jedoch nicht erwähnt. Trotz der Washingtoner Sanktionen gegen Moskau hatte Obama betont, dass es lohne, sich mit Putin zu anderen gemeinsamen Interessensgebieten abzusprechen. Bereits in einem Interview mit der "New York Times" hatte Obama Moskaus Rolle bei den Atomverhandlungen gelobt: "Russland war eine Hilfe dabei", sagte der US-Präsident.

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Iran und die USA, Großbritannien, Frankreich, China, Russland sowie Deutschland haben sich auf einen Vertrag geeinigt, der sicherstellen soll, dass Teheran sein Nuklearprogramm nur zivil nutzt und nicht zum Bau von Atombomben. Im Gegenzug werden Sanktionen gegen Iran aufgehoben. Moskau unterhält enge Geschäftsverbindungen zu Teheran.

Die USA brachten nach Angaben aus Diplomatenkreisen am Mittwoch einen Resolutionsentwurf in den UN-Sicherheitsrat ein, um das Abkommen von Wien formal zu billigen. Der Text würde die bisherigen UN-Resolutionen zum iranischen Atomprogramm ersetzen. Ein Votum im Sicherheitsrat könnte den Angaben zufolge am Montag oder Dienstag erfolgen. Eine Zustimmung gilt als sicher.

Kommentare (4)

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Herr C. Falk

16.07.2015, 08:12 Uhr

Obama muss, was seine prsönliche Sicherheit angeht, aufpassen, dass er nicht endet wie John F.Kennedy.

Andere politische Kreise der USA, die keine Demokraten sind, um es mal vorsichtig auszudrücken, wollen Russland ud damit Putin als "den" Hauptfeind aufbauen, den es zu bekämpfen und auszuschalten gilt.

Das Abkommen mit dem Iran wird frontal von diesen Gruppierungen abgelehnt und ich nehme nicht an, dass diese Leute kapitulieren werden.

Frau Ich Kritisch

16.07.2015, 09:36 Uhr

es geht doch!

vielleicht können die Menschen doch zusammen arbeiten und für Frieden sorgen - es wäre wünschenswert!

Herr Klaus Walter

16.07.2015, 09:43 Uhr

Das wird einigen der Hardliner aber gar nicht gefallen. Obama sollte seine Sicherheitsmaßnahmen verstärken. Er wäre nicht der erste Präsident, den man aus dem Weg geräumt hat. Und die Spinner da drüben, fühlen sich in letzter Zeit sehr selbstbewusst und sicher.
Bemerkenswert ist, das Obama wohl einen lichten Moment hatte und offensichtliches erkannt hat.

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