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09.01.2010

15:01 Uhr

Iran

Chamenei fordert hartes Vorgehen gegen Opposition

Irans geistliches Oberhaupt Ajatollah Ali Chamenei hat von den Sicherheitskräften ein hartes Vorgehen gegen regierungsfeindliche Demonstranten gefordert. Er beschuldigte ausländische Mächte, hinter den Unruhen am Aschura-Tag zu stecken.

Irans oberster Führer Ajatollah Ali Chamenei: Hochmütige Mächte haben sich mit Irregeführten verbündet. dpa

Irans oberster Führer Ajatollah Ali Chamenei: Hochmütige Mächte haben sich mit Irregeführten verbündet.

HB TEHERAN. Die Behörden wüssten, was das Volk von ihnen verlange, sagte Chamenei am Samstag in einer live im Fernsehen übertragenen Rede. Er beschuldigte zudem westliche Länder, hinter den Unruhen am Aschura-Tag zu stecken. Die USA, Großbritannien und andere hochmütige Mächte hätten seit 1979 mit ihren irregeführten Verbündeten im Iran gegen Ajatollah Chomeini und die Revolution gearbeitet, sagte Chamenei. Daran habe sich nichts geändert.

Chamenei hielt die Rede vor Besuchern aus der Stadt Ghom, in der es zu schweren Ausschreitungen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften gekommen war. Bei den Protesten am Aschura-Tag Ende Dezember wurden mindestens acht Menschen getötet. Nach Angaben der Opposition nahm die Polizei mehr als 180 Menschen fest, darunter 17 Journalisten und zehn Mitarbeiter des Oppositionsführers Mirhossein Mussawi. Die Reformbewegung wirft dem iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad Betrug vor und hält seine Wiederwahl vom Juni für ungültig. Iranischen Angaben zufolge wurde ein nach den Protesten festgenommener deutscher Staatsbürger am Freitagabend wieder auf freien Fuß gesetzt.

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