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09.01.2004

17:16 Uhr

Iran dementiert

Israel wirft Syrien Waffentransporte mit Hilfsflugzeugen vor

Syrien wird von Israel beschuldigt, Hilfsflüge für die Erdbebenopfer im Iran für militärische Zwecke ausgenutzt zu haben. Laut israelischer Angaben sollen iranische Waffen an die israelfeindliche Hisbollah-Miliz transportiert worden sein.

HB JERUSALEM. Der Sprecher des iranischen Außenministeriums Hamid Resa Asefi wies die am Freitag in israelischen Sicherheitskreisen geäußerten Vorwürfe als „grundlos und reine Lüge“ zurück.

Eine syrische Reaktion lag zunächst nicht vor. Beide Länder unterstützen die Hisbollah im Libanon. Die Vorwürfe könnten dem israelischen Ministerpräsidenten Ariel Scharon dazu dienen, die auch von den USA erhobene Forderung nach Friedensgesprächen mit Syrien zu ignorieren.

In den israelischen Kreisen hieß es, ein syrisches Flugzeug, das Hilfsgüter für die Erdbebenopfer in der iranischen Stadt Bam geliefert habe, sei mit Raketen oder anderen Waffen für die Hisbollah in die syrische Hauptstadt Damaskus zurückgeflogen. Dort seien die Waffen auf Lastwagen verladen worden, um sie in den Libanon zu bringen. „Lieferungen an die Hisbollah waren ausgesetzt worden, weil die USA seit dem Beginn des Irak-Krieges (im März) Syrien genau beobachten“, hieß es in den Kreisen. Auch der US-Geheimdienst sei sich der mutmaßlichen syrischen Aktion bewusst.

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