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11.09.2012

14:16 Uhr

Der Ministerpräsident von Israel Benjamin Netanjahu auf einer Pressekonferenz. ap

Der Ministerpräsident von Israel Benjamin Netanjahu auf einer Pressekonferenz.

JerusalemSollten die Weltmächte der Islamischen Republik keine klaren Grenzen setzen, werde sich sein Land nicht mehr zurückhalten, sagte Netanjahu am Dienstag vor Journalisten in Jerusalem. "Die Welt sagt Israel: 'Wartet, es ist noch Zeit'. Und ich sage, 'warten auf was, warten wie lange'?" Wenn dem Iran keine klare Grenze, keine Fristen gesetzt würden, dann arbeite dieser ungehindert weiter daran, die Atomwaffenfähigkeit zu erlangen und dann die Atombombe, sagte Netanjahu.

US-Außenministerin Hillary Clinton hatte erklärt, die USA setzten in den diplomatischen Bemühungen mit dem Iran keine Fristen. Nach Netanjahus Angaben sprechen Israel und die USA derzeit über "rote Linien", die der Iran nicht überschreiten dürfe.

Beide Verbündeten sind sich jedoch offenbar uneins darüber, ob die Voraussetzungen für einen Militärschlag offen benannt werden sollten. Dem Iran wird vorgeworfen, heimlich an Atomwaffen zu arbeiten. Israel sieht durch das Programm seine Existenz bedroht. Die Regierung in Teheran weist die Vorwürfe zurück.

Von

rtr

Kommentare (7)

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AllesQuatsch

11.09.2012, 15:12 Uhr

(...) solange hier dem iran nichts eindeutig nachzuweisen ist, begeht israel ein kriegsverbrechen und gehört für den internationalen strafgerichtshof verurteilt. sollten die usa mitmachen und dann zwangsweise gb und andere verbündete, sollte diese gleich mitverurteilt werden. +++ Beitrag von der Redaktion editiert +++

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Account gelöscht!

11.09.2012, 15:51 Uhr

Die Israelis sollten so schnell wie möglich angreifen , der erste Treffer einer Iranischen Atomanlage wird ein Angriff der Iraner nicht nur gegen Israel zur folge haben , sodass die USA natürlich von Anfang an dabei sind .
Das können die Perser nur verlieren und das wissen sie auch !

MeryemAzimi

11.09.2012, 16:04 Uhr

Die "rote Linie" muss man den Israelis aufzeigen, aber ich befürchte das tun auch die Amerikaner und andere mit Israel befreundete Länder nicht - auch nicht Deutschland, das von einer souveränen Außenpolitik weit entfernt ist. Es gibt keine völkerrechtliche Entschuldigung für einen als "Präventivschlag" getarnten Angriffskrieg. Die dem Iran gemachten Vorwürfe beruhen auf Geheimdienstberichten - ansonsten hat die IAEA nicht vorzuweisen, sie hat das iranische Atomprogramm unter Kontrolle. Diese "angeblichen Studien" (so nennt das die IAEA selber), die ein Atomwaffenprogramm der Iraner beweisen sollen, werden dem "Angeklagten nicht einmal vorgelegt. Bei der IAEA arbeiten "cost-free-experts" aus Geheimdiensten mit - das ist ein klarer Verstoß gegen das Statut der IAEA. Und da wundert man sich, dass Iran nicht Lust hat, der Agentur mehr zu erlauben, als wozu der NPT verpflichtet? An deren Stelle hätte ich den Vertrag schon gekündigt, der ist ja nichts wert. Die Atomwaffenstaaten verstoßen permanent dagegen, denn der NPT verpflichtet zur Abrüstung und verbietet es, Atomwaffen weiterzugeben. Amerikanische Waffen liegen aber in diversen Ländern herum, auch bei uns und in der Türkei z.B.
Wenn die Israelis nicht permanent gegen Völkerrecht verstoßen würden, hätten sie auch mehr Freunde, die Iran auf die Finger klopfen. Aber dass Israel gefährdet ist, liegt an seiner eigenen Politik, die einen Frieden mit den Palästinensern unmöglich gemacht hat. Die sitzen in der Sackgasse und weisen deshalb mit allen zehn Fingern nach Iran.

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