Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

15.08.2013

21:49 Uhr

Iran

Parlament billigt Mehrzahl der Minister

Das Kabinett des neuen iranischen Präsidenten Rohani nimmt Gestalt an. Das Parlament hat die Ernennung fast aller Minister gebilligt. Einige seiner Kandidaten musste Rohani allerdings gegen Kritik verteidigen.

Der iranische Präsident Hassan Rohani konnte fast alle seine Minister-Vorschläge durchsetzen. ap

Der iranische Präsident Hassan Rohani konnte fast alle seine Minister-Vorschläge durchsetzen.

TeheranDas iranische Parlament hat den meisten von Präsident Hassan Rohani vorgeschlagenen Ministern seine Zustimmung erteilt. Die Abgeordneten billigten die Ernennung von 15 der 18 Kandidaten, wie Parlamentspräsident Ali Laridschani am Donnerstag nach einer viertägigen Debatte bekanntgab.

Die beiden den Reformern nahestehenden Kandidaten für das Bildungsressort und das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Technologie wurden hingegen abgelehnt. Auch der designierte Minister für Sport und Jugend fiel bei der Abstimmung im Parlament durch. Während die Regierung nun ihre Arbeit aufnimmt, hat Rohani drei Monate Zeit, um Nachfolger für die gescheiterten Kandidaten zu benennen.

Der frühere Diplomat Mohammed Dschawad Sarif wurde als Außenminister ebenso bestätigt wie Ölminister Bidschan Namdar Sanganeh, dessen Ernennung Rohani gegen die Kritik der konservativen Abgeordneten verteidigte. "Ich kenne in der derzeitigen Situation niemanden, der besser als Herr Sanganeh geeignet wäre, die Führung dieses strategisch wichtigen Ressorts zu übernehmen", sagte der Präsident.

Iranischer Präsident: Vereidigung beendet Ära Ahmadinedschad

Iranischer Präsident

Vereidigung beendet Ära Ahmadinedschad

Der neue iranische Präsident Hassan Ruhani hat seinen Eid abgelegt. Er will der Welt „das wahre Gesicht des Irans und des Islams“ zeigen. Gleichzeitig verspricht er moderater als sein Vorgänger Ahmadinedschad vorzugehen.

Sanganeh hatte das Ölministerium bereits zwischen 1997 und 2005 geleitet. Die Konservativen warfen ihm die Unterstützung des Präsidentschaftskandidaten Mir Hossein Mussawi vor, der 2009 nach der Wiederwahl seines Konkurrenten Mahmud Ahmadinedschad schwere Betrugsvorwürfe erhoben und zu Protesten aufgerufen hatte. Zudem machten sie Sanganeh für mehrere Korruptionsfälle während seiner Amtszeit als Ölminister verantwortlich.

Rohani war im Juni zum siebten Präsidenten des Landes gewählt worden. Anfang August legte der gemäßigte Geistliche seinen Amtseid ab.

Von

afp

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×