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20.01.2005

09:57 Uhr

Iran-Position der USA härter als die Europas

Blair über Bush: Er will mehr internationalen Dialog

Nach Ansicht des britischen Premierministers Tony Blair wird US-Präsident George W. Bush in seiner zweiten Amtszeit mehr auf internationalen Dialog und gegenseitiges Einvernehmen als bisher setzen.

HB LONDON. Die Regierung in Washington sei zu dem Schluss gelangt, dass „mit militärischen Maßnahmen gegen den Terrorismus vorgegangen werden kann, aber die besten Aussichten für eine friedliche Koexistenz ... in der Verbreitung von Demokratie und Menschenrechten“ lägen, sagte Blair der linksliberalen Zeitung „The Guardian“ (Donnerstagausgabe). Diese Weiterentwicklung in der US-Politik habe er in Gesprächen mit Bush beobachtet.

Angesprochen auf mögliche Pläne der US-Regierung, militärisch gegen Iran vorzugehen, sagte Blair in dem Interview, dass Bush zwar offensichtlich eine „härtere Position“ einnehme als Europa. Der Premier betonte jedoch zugleich, dass die USA bisher die Führung des Konflikts um das iranische Atomprogramm Großbritannien, Frankreich und Deutschland überlassen hätten. Diese Länder verhandeln seit geraumer Zeit gemeinsam mit der Regierung in Teheran.

Als „bedeutend“ wertete es Blair, dass Bush bei seiner ersten Auslandsreise nach der Wiederwahl nach Europa kommt. Nach dem Antritt seiner zweiten Amtszeit plant Bush Ende Februar einen Besuch in Europa.

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