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20.12.2016

17:41 Uhr

Iran, Russland und Türkei

Assad-Verbündete beraten über weiteres Vorgehen in Syrien

Bei der Eroberung Aleppos in Syrien gab es drei ausländische Sieger: Moskau, Teheran und Ankara. Nun beraten die drei Mächte gemeinsam, wie sie in dem Kriegsland weiter vorgehen. Es geht auch um humanitäre Hilfe.

Die Außenminister von Iran, Russland und Türkei beraten nach der Eroberung Aleppos über das weitere Vorgehen in Syrien. Alle drei Länder sind Verbündete des syrischen Diktators Assad. AP

Mohammed Dschawad Sarif, Sergej Lawrow, Mevlüt Cavusoglu

Die Außenminister von Iran, Russland und Türkei beraten nach der Eroberung Aleppos über das weitere Vorgehen in Syrien. Alle drei Länder sind Verbündete des syrischen Diktators Assad.

MoskauWenige Stunden nach dem Mord an dem russischen Botschafter in Ankara haben Russland, die Türkei und der Iran eine engere Kooperation im Syrien-Krieg vereinbart. Die drei Mächte seien bereit, ein Abkommen zwischen der syrischen Regierung und der Opposition zu vermitteln und zu garantieren, sagte Russlands Außenminister Sergej Lawrow nach Gesprächen mit seinen Kollegen in Moskau. Auch der russische Verteidigungsminister Sergej Schoigu kam am Dienstag mit seinen Kollegen aus der Türkei und dem Iran zusammen.

Zum Attentat auf Botschafter Andrej Karlow sagte Schoigu: „Wir verstehen, dass solche Taten im Zusammenhang mit unserem Kampf gegen den internationalen Terrorismus stehen. Aber ich sage gleich, dass wir in diesem Kampf nicht nachlassen werden.“ Der Diplomat war am Vorabend in Ankara von einem islamistisch gesinnten türkischen Polizisten erschossen worden. Die versammelten Minister ehrten das Andenken des Toten. Sie betonten zugleich, dass die Bluttat die Zusammenarbeit nicht beeinträchtigen werde.

Die Troika wolle den nötigen Impuls für die Erneuerung des politischen Prozesses in dem Bürgerkriegsland geben, sagte Lawrow. „Wir stimmen überein, dass es keine militärische Lösung geben kann.“ Mit dem Türken Mevlüt Cavusoglu und dem Iraner Mohammed Dschawad Sarif sprach Lawrow demnach auch über eine mögliche Feuerpause in Syrien. Lawrow nannte das Dreiertreffen das „effektivste Format“, da diese Länder großen Einfluss in Syrien hätten.

Das Treffen in Moskau vereinte erstmals die drei Mächte, die mit starken eigenen Truppen die militärische Lage am Boden in Syrien kontrollieren. Auch in Aleppo hatten iranische Milizen und die russische Luftwaffe mit ständigen Angriffen der syrischen Armee den Weg in den von der Opposition gehaltenen Ostteil der Stadt gebahnt.

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Die Türkei mit ihrem Einfluss auf Assad-Gegner hatte schließlich den Abzug der Kämpfer und ihrer Familien mit ausgehandelt. Die erfolgreiche Kooperation der drei Länder bei der Rückeroberung von Aleppo sollte auf andere Regionen Syriens ausgedehnt werden, schlug Cavusoglu vor.

Den USA und anderen westlichen Ländern wirft Moskau immer wieder vor, islamistische Terrorgruppen zu milde zu beurteilen. „Der Iran und Russland kämpfen schon seit längerem zusammen gegen den Terrorismus“, sagte der iranische Außenminister Sarif. Es sei ein guter Moment, um in einen politischen Prozess in Syrien einzusteigen. Die Kooperation sollte bis zu einem stabilen Waffenstillstand weitergeführt werden. Bei den Beratungen ging es außerdem um humanitäre Hilfe für Syrien.

Von

dpa

Kommentare (2)

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Account gelöscht!

20.12.2016, 16:20 Uhr

"Herr Fritz Porters - 18.11.2016, 11:43 Uhr

@ Herr Hoffmann

ich habe nicht diesen enormen politischen Sachverstand wie Sie, aber die von Ihnen beschriebene "Grünen-Sozialistischen Vernichtungspolitik".... ist das sowas wie ein "Gemüseauflauf"? :-D
Herrlich, die Kommentare sind echt Comedy... einige Artikel im HB sind echt besorgniserregend, aber die Kommentare können einem das Lachen zurückzaubern. Danke ...muss weiter arbeiten...aber nachher schaue ich noch mal in die Kommentare...will doch auch später noch was zu schmunzeln haben..."

@Porters

VIELEN DANK Herr Porters,
es ist wirklich ein immenser Zeitaufwand, von morgens bis abends zu jedem Artikel so witzige Kommentare zu schreiben.
Bei manchen Artikeln sogar mehrere.
Schön das Sie das zu schätzen wissen.

Aber die Ehre gebührt nicht mir alleine. An den Comedy-Kommentaren sind noch weitere Leute beteiligt die auch gewürdigt sein wollen:
Paff, von Horn, Vinci Queri, Delli, Bollmohr, Caruso, Mücke, Ebsel, Dirnberger....

ohne sie wäre ich hier sehr einsam !

Aber besonders erwähnen möchte einen, der wirklich den ganzen Tag, und damit meine ich von morgens bis abends, aber auch wirklich jeden Artikel kommentiert (er ist fleisiger als ich), und auch die meisten Artikel mehrmals kommentiert.....

das ist unser geliebter

TRAUTMANN

Danke

Account gelöscht!

20.12.2016, 17:30 Uhr

Herr Josemin Hawel
"Und immer nur geht alles gegen Merkel. Ich finde, dass Handelsblatt sollte etwas gegen krude Propaganda und auch Textmüll wie den von Hoffmann unternehmen."

Das ist ja wohl unerhört.
Da gibt man sich täglich von morgens bis abends die Mühe jeden Artikel,aber auch wirklich jeden zu kommentieren, und zu vielen Themen der Artikel habe ich wirklich keine Ahnung, dann wird man auch noch beschimpft.
Dabei kläre ich die Leute doch nur über Putin und Trump auf, zwei echte Kerle.
Wo wir mit unserem sprechenden Hosenanzug hingekommen sind sieht man ja wohl aktuell.
Danke

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