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13.11.2011

14:58 Uhr

Iran und Terrorismus

US-Republikaner befürworten Folter

Die US-Präsidentschaftsanwärter der Republikaner wollen mit aller Macht gegen Irans Atomprogramm und Terrorismus vorgehen: Vorschläge sind Sabotageakte, Entführung von Wissenschaftlern und der Einsatz von Waterboarding.

Die Republikaner versprachen eine harte Linie gegen den Iran. dapd

Die Republikaner versprachen eine harte Linie gegen den Iran.

SpartanburgDie Präsidentschaftsbewerber der US-Republikaner haben eine härtere Linie Washingtons gegenüber Teheran gefordert und Präsident Barack Obama scharf kritisiert. „Wenn wir Obama wiederwählen, wird der Iran eine Atombombe haben“, sagte Mitt Romney, der ehemalige Gouverneur von Massachusetts, am Samstag bei der im Fernsehen übertragenen ersten außenpolitischen Debatte der Präsidentschaftsanwärter in Spartanburg, South Carolina. „Wenn Ihr mich als nächsten Präsidenten wählt, werden sie (die Iraner) keine haben.“

Der frühere Präsident des Repräsentantenhauses, Newt Gingrich, schloss sogar Entführungen iranischer Wissenschaftler und Sabotageakte nicht aus. Ex-Senator Rick Santorum erklärte, die USA sollten gemeinsam mit Israel handeln, wie sie es in Syrien und im Irak getan hätten - „die nukleare Fähigkeit ausschalten, bevor die nächste Explosion im Iran eine atomare Explosion ist“.

Vorsichtiger äußerte sich Mitbewerber Herman Cain: Er plädierte für weitere Sanktionen gegen Teheran. Zudem forderte er mehr Unterstützung für oppositionelle Gruppen im Iran. Präsidentschaftsanwärter Ron Paul warnte, ein Krieg würde sich nicht lohnen. Er verglich die aktuelle Debatte mit der Situation vor dem Irakkrieg 2003.

Die Politiker reagierten auf den Bericht der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) zum iranischen Atomprogramm vom vergangenen Dienstag. Darin hieß es, es gebe „glaubwürdige“ Hinweise, dass der Iran an der Entwicklung von Atomwaffen gearbeitet und dazu bereits Tests einzelner Komponenten vorgenommen habe.

Eine harte Linie gaben Cain, Santorum, der texanische Gouverneur Rick Perry und die Ikone der erzkonservativen Tea-Party-Bewegung, Michelle Bachman, auch beim Thema Anti-Terror-Kampf aus. Sie sprachen sich für das so genannte Waterboarding bei Verhören aus. Dabei wird bei der Befragung mutmaßlicher Terroristen das Ertränken simuliert. Obama hatte die unter seinem Vorgänger George W. Bush eingesetzte und vielfach als Folter kritisierte Methode verboten.

Von den acht republikanischen Anwärtern auf die Präsidentschaftskandidatur sind derzeit Gingrich, Romney und Cain in Umfragen führend.

Von

afp

Kommentare (5)

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Bruder-Helmut

13.11.2011, 15:10 Uhr

Die Kriegshetze gegen den Iran ist unerträglich

Kaum ist Libyen von der NATO platt gemacht und Gaddafi ermordet, geht die Kriegshetze gegen den Iran wieder los. Die Medien verbreiten Panik und Lügen über ein angebliches Atomwaffenprogramm des Iran. Es wird behauptet, Teheran stehe ein Jahr vor der Vollendung einer Atombombe. Nur, das erzählen sie uns schon seit über 15 Jahren und ihre Prognose ist nicht eingetroffen. An vorderster Stelle der Propaganda ist das zionistisch diktierte ZDF - das Zensierte Desinformation Fernsehen, denn mit dem Zweiten luegt man besser!

Wie wir wissen, ist diese erfundene Bedrohung durch den Iran wieder nur eine Ausrede für einen Krieg, denn es geht um ganz etwas anderes. Es geht um die Ressourcen, um die Eroberung der grössten ÖL- und Gasreserven der Welt. In den Augen der globalen Elite geht es nicht, dass sie nicht die Kontrolle darüber haben. Sie wollen auch dort ein höhriges Marionettenregime installieren, so wie es der Schah vorher war. Und die Zentralbank des Iran steht auch nicht unter ihrer Kontrolle. Ein unmöglicher Zustand, meinen sie.

Wen bedroht der Iran? Wen hat der Iran in den letzten 70 Jahren angegriffen? Niemand. Die einzigen die laufend einen Krieg nach dem anderen führen, Länder bombardieren, erobern, besetzen und dabei Millionen von Zivilisten ermorden, ist der ach so moralisch hochstehende und friedliche Westen und Israel. Sie sind die grössten Weltverbrecher und einzige Gefahr für den Weltfrieden.




bobby

13.11.2011, 16:03 Uhr

Dann kann man nur hoffen das keiner dieser Schweine auf dem Präsidentenstuhl zu sitzen kommt

Account gelöscht!

13.11.2011, 16:49 Uhr

Genauso verblendeter Journalismus hier wie in den Medien der USA. Zitat:"Präsidentschaftsanwärter Ron Paul warnte, ein Krieg würde sich nicht lohnen. Er verglich die aktuelle Debatte mit der Situation vor dem Irakkrieg 2003."
Würde sich nicht lohnen??? Das hat er so nie gesagt, aber ja, hier ist er noch weniger bekannt als da, was macht's, hé? Wiedermal ne Zeitung zum wegwerfen....

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