Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

12.01.2008

13:01 Uhr

Iranbesuch

El Baradei will Atomkonflikt entschärfen

Natürlich ging es um den Konflikt um das iranische Urananreicherungsprogramm: Der Generaldirektor der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA, Mohammed El Baradei, hat Irans Präsident Mahmud Ahmadinedschad getroffen. El Baradei spricht auch mit weiteren hochrangigen iranischen Politikern.

HB TEHERAN. El Baradei bemüht sich derzeit in der iranischen Hauptstadt, den Konflikt zu entschärfen. Der Iran werde seinen im Atomwaffensperrvertrag festgeschriebenen Verpflichtungen nachkommen, unterstrich der iranische Atom-Chefunterhändler Said Dschalili. Teheran bestehe aber weiterhin darauf, nukleare Forschung zu betreiben, sagte Dschalili der amtlichen Nachrichtenagentur IRNA.

Der Westen verdächtigt die Führung in Teheran, mit ihrem Nuklearprogramm nicht nur friedliche Zwecke zu verfolgen. Der Iran hält bislang ungeachtet von Sanktionen der Vereinten Nationen an seiner umstrittenen Urananreicherung fest. Bemühungen des Westens, neue Sanktionen gegen das Land zu erwirken, haben nach Veröffentlichung des jüngten US-Geheimdienstberichts an Schubkraft verloren. Darin war der US-Geheimdienst zu dem Schluss gekommen, dass der Iran schon vor Jahren sein Programm zum Bau von Atombomben eingestellt hat.

El Baradei wollte im Laufe des Tages auch mit dem obersten geistlichen Führer des Landes, Ajatollah Ali Chamenei, sprechen. Zum Auftakt von El Baradeis Besuch hatte der Chef der iranischen Atomenergiebehörde, Gholamresa Aghasadeh, am Vortag von einer „neuen Phase“ in der Zusammenarbeit mit der IAEA gesprochen. Auch der IAEA- Chef soll sich nach Angaben der iranischen Nachrichtenagentur IRNA positiv über das Treffen mit Aghasadeh geäußert haben.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×