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18.11.2014

07:04 Uhr

IS, Boko Haram, Al-Kaida, Taliban

Zahl der Terroranschläge stark gestiegen

Die Zahl der Terrorattacken steigt laut einer Studie des Instituts für Wirtschaft und Frieden. Besonders betroffen sind fünf Länder, vier Gruppen waren für den Großteil der Anschläge verantwortlich.

Besonders von Terrorismus ist den Angaben zufolge der Irak betroffen. dpa

Besonders von Terrorismus ist den Angaben zufolge der Irak betroffen.

LondonDie Zahl der Terroranschläge weltweit ist 2013 in die Höhe geschnellt. Im jenem Jahr habe es fast 10.000 solcher Gewaltakte gegeben und damit 44 Prozent mehr als im Vorjahr, hieß es in einer neuen Studie des in London ansässigen Instituts für Wirtschaft und Frieden. Demnach kamen 2013 bei Terrorattacken fast 18.000 Menschen ums Leben.

Im sogenannten Globalen Terrorismus-Index führte das Institut vier Gruppen auf, die für 66 Prozent der Bluttaten verantwortlich waren: Die Terrormiliz Islamischer Staat, Boko Haram, Al-Kaida und die Taliban.

Mitstreiter und Gegner der USA im Kampf gegen den Terror

Iran

Iran: Teheran ist sowohl Gegner als auch Mitstreiter der USA. Einerseits kann der Iran eine Militäroperation des Erzfeindes in der eigenen Nachbarschaft nicht einfach absegnen. Andererseits handelt es sich beim IS um einen gemeinsamen Feind.

Ägypten

Auch Ägypten nahm an der Anti-Terror-Konferenz in Dschidda teil. Der Kampf gegen den IS könnte Kairos Beziehungen zum Westen verbessern, die unter dem Sturz von Präsident Mohammed Mursi durch das Militär vor mehr als einem Jahr gelitten haben.

Katar

Katar könnte eine wichtige Rolle spielen, wenn es darum geht, Finanzquellen der Extremisten auszutrocknen. Kritiker werfen dem Land vor, Radikale dürften dort unbehelligt Geld für Dschihadisten sammeln. Die Regierung weist das zurück.

Jordanien

Auch Jordanien hat den IS vor der Haustür. Anhänger der Miliz kontrollieren Teile Iraks und Syriens, die unmittelbar an das Königreich grenzen. Auch der einzige Grenzübergang zwischen Irak und Jordanien ist in IS-Händen. Jordanien hat daher eine Taskforce gegen IS-Angriffe gegründet. In der von Amerika geführten Anti-IS-Koalition könnte das Land zum Operationszentrum werden.

Saudi-Arabien

Das Königreich ist einer der wichtigsten US-Partner. Am Donnerstag trafen sich mehrere Länder in der Hafenstadt Dschidda, um über den Kampf gegen den Terrorismus zu beraten. Weil der IS auch an der Grenze zwischen dem Irak und Saudi-Arabien steht, fühlt sich Riad massiv bedroht.

Irak

Kerry reiste zum Auftakt seiner Tour nach Bagdad. Der Irak wird die Hauptlast im Kampf gegen den IS tragen müssen, weil vor allem die Soldaten der Regierung und kurdische Einheiten am Boden gegen die Extremisten kämpfen müssen. Zugleich muss es der neuen Regierung von Ministerpräsident Haidar al-Abadi gelingen, die Sunniten im Land auf ihre Seite zu ziehen - nur so würde der IS seine starke Unterstützung in den sunnitischen Teilen des Landes verlieren.

Türkei

Westliche Länder haben der Türkei vorgeworfen, Extremisten dürften die Grenze zu Syrien ungehindert passieren. Zuletzt attestierte das Pentagon der Regierung jedoch, sie gehe stärker gegen Dschihadisten vor. Dennoch unterstützt Ankara die USA nicht mit voller Kraft. Den Luftwaffenstützpunkt Incirlik will sie nur für humanitäre Hilfsflüge freigeben. Ankara ist in einer schwierigen Lage, weil der IS im Nordirak 49 türkische Diplomaten festhält.

Nato

Zehn Staaten zählen bislang zum Anti-Terrorbündnis der USA, darunter die Nato-Länder Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Polen, Dänemark, Kanada und die Türkei. Auch Australien hat sich der Koalition angeschlossen. Deutschland will Waffen an die Kurden im Nordirak liefern, London hat das bereits getan. Frankreich hat mittlerweile Bombardements gestartet.

Besonders von Terrorismus ist den Angaben zufolge der Irak betroffen. Dort starben bei 2492 Anschlägen mehr als 6300 Menschen. Die meisten Gewaltakte in dem Land gingen auf das Konto der IS-Miliz.

Nach dem Bericht ereigneten sich mehr als 80 Prozent der tödlichen Terroranschläge im Irak, Afghanistan, Pakistan, Nigeria und Syrien.

Von

ap

Kommentare (2)

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Herr Wolfgang Trantow

18.11.2014, 14:05 Uhr

Der Terror nimmt zu. Was machen unsere Politiker, besonders die menschenfreundlichen und Christen? Sie schweigen! Billigen und unterstützen sie den Terror? Schweigen Sie nur, weil sie noch nicht gegen Deutschland wettern können? Neue Meldungen: Wieder Morde an Israelis in Israel! Unsere Reaktione: Wie üblich schweigen und mehr Waffemlieferungen an die Palästinenser!!

Herr Ragin Allraun

19.11.2014, 10:24 Uhr

Und immer - nur - der ISLAM als Motivationsgeber für Tod, Terror, Versklavung und Brandschatzung.

Wann kapiert Europa und der Westen endlich das diese Ideologie endlich verboten werden muss, damit Ruhe einkehrt ?

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