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03.12.2014

14:12 Uhr

IS-Chef

Irak dementiert Festnahme von Al-Bagdadis Frau

Es war als Erfolg gegen die Terroristen von IS gefeiert worden – doch offenbar haben libanesische Sicherheitskräfte zwei Frauen verwechselt. Die kürzlich gemeldete Festnahme der IS-Chef-Ehefrau wird im Irak dementiert.

Die IS-Gegner suchen fieberhaft nach dem selbsternannten Kalifen Abu Bakr al-Bagdadi. dpa

Die IS-Gegner suchen fieberhaft nach dem selbsternannten Kalifen Abu Bakr al-Bagdadi.

Bagdad/BeirutDie irakische Regierung hat Berichte dementiert, im Libanon sei die Frau des Chefs der Terrormiliz Islamischer Staat, Abu Bakr al-Bagdadi, festgenommen worden. In einer am Mittwoch in Bagdad veröffentlichten Erklärung des Innenministeriums hieß es, bei der festgenommenen Frau handele es sich um die Schwester eines Terrorverdächtigen, der im Irak inhaftiert sei.

Demnach hätten die libanesischen Sicherheitskräfte eine Sadscha al-Dulaimi festgenommen. Sie sei eine Schwester des im Irak zum Tode verurteilten Omar al-Dulaimi. Der Dschihadist soll im Irak für mehrere Bombenanschläge verantwortlich sein.

Die Frau war vor zehn Tagen zusammen mit einem Kind im Nordlibanon mit gefälschten Ausweispapieren festgenommen worden. Die Vernehmungen der Frau werden von der libanesischen Militärstaatsanwaltschaft überwacht.

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Al-Bagdadi habe nach Kenntnissen des irakischen Geheimdienstes zwei Frauen namens Isra Radschab al-Kaisi und Fausi al-Dulaimi. Es wird angenommen, dass die beiden Al-Dulaimis verwechselt wurden.

Die im Libanon festgenommene Sadscha sei eine nach Syrien geflohene Irakerin. Im Bürgerkriegsland sei sie zunächst von syrischen Behörden festgenommen worden und im März bei einem Gefangenenaustausch mit der islamistischen Al-Nusra-Front wieder freigekommen. Die Nusra-Front hatte dafür mehrere orthodoxe griechische Nonnen freigelassen.

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