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13.10.2014

12:19 Uhr

IS-Milizen verlieren Boden

Kurden holen sich Teile von Kobane zurück

Teilerfolg für die verteidigenden Kurden in der Stadt Kobane: Die Milizen der Terrorgruppierung Islamischer Staat (IS) wurden, unterstütz durch Luftschläge, innerhalb der Stadtgrenzen zurückgedrängt.

Rauchsäule über Kobane: Die Luftschläge zeigen Erfolg. AFP

Rauchsäule über Kobane: Die Luftschläge zeigen Erfolg.

Kobane, BagdadIm Kampf um Kobane haben kurdische Kämpfer die Extremisten des Islamischen Staates (IS) wieder aus Teilen der nordsyrischen Stadt zurückgedrängt. Einheiten der kurdischen Volksschutzeinheiten (YPG) hätten in der Nacht zum Montag im Nordosten und Südwesten Kobanes Gebiete des IS zurückerobert, sagte Idris Nassan, Vize-Sprecher für auswärtige Angelegenheiten in der umkämpften Grenzstadt, der Nachrichtenagentur dpa. Die YPG-Miliz habe IS-Kämpfer nach „schweren Gefechten“ aus beiden Vierteln vertreiben können.

Nach Angaben der syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte wurden die Gefechte am Montagmorgen mit mindestens fünf Luftschlägen der von den USA angeführten Koalition unterstützt. Vier Angriffe seien unmittelbar südlich der Stadtgrenze auf IS-Stellungen erfolgt, ein fünfter Schlag habe auf einen vom IS eroberten Hügel im Süden von Kobane gezielt.

Steinmeier : Keine Bodentruppen gegen IS

Steinmeier

Keine Bodentruppen gegen IS

Die Grünen fordern einen Einsatz der Bundeswehr gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS). Außenminister Steinmeier (SPD) stellt allerdings klar: Einen Einsatz von deutschen Bodentruppen in Syrien wird es nicht geben.

Die Terrormiliz IS versucht seit Wochen, die kurdische Enklave Kobane (Arabisch: Ain al-Arab) an der türkisch-syrischen Grenze einzunehmen. Die Dschihadisten konnten bereits bis in die Stadt vordringen, kurdische Verteidiger leisten jedoch erbitterten Widerstand.

Die IS erobert derweil weitere Gebiete in der westirakischen Provinz Anbar. Am Montag hätten die Dschihadisten das Militärlager der Stadt Hit erobert, berichtete die unabhängige irakische Nachrichtenseite Al-Sumaria News unter Berufung auf Militärquellen. Die irakischen Truppen hätten demnach beim Vorrücken der IS-Miliz einen „strategischen Rückzug“ angetreten. Nach Angaben der Nachrichtenseite Al-Mada hatten sich Armee und Angreifer „mehrere Stunden lang“ Gefechte geliefert.

Die Stadt Hit liegt knapp 150 Kilometer nordwestlich der irakischen Hauptstadt Bagdad. Bereits vor einer Woche nahmen IS-Kämpfer einen Großteil der Stadt ein, die Militärbasis blieb zunächst in den Händen der irakischen Armee. Die Terrormiliz hält bereits große Teile der westirakischen Provinz Anbar. Seit einigen Tagen versucht der IS nach Osten in Richtung der Hauptstadt Bagdad vorzudringen.

Von

dpa

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