Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

03.11.2014

16:44 Uhr

IS-Terror

Extremisten nehmen Gasfeld in Syrien ein

Krieg um Ressourcen: Während Kanada erstmals Angriffe gegen den IS fliegt, übernimmt die Terrormiliz die Kontrolle über ein syrisches Gasfeld. Außerdem erobert die Terrorgruppe Panzer und andere schwere Waffen.

Kurdische Peschmerga unter Beschuss: Trotz der Hilfe aus dem Irak erbeuten die Terroristen des „Islamischen Staates“ weiterhin Waffen und wichtige Ressourcen. dpa

Kurdische Peschmerga unter Beschuss: Trotz der Hilfe aus dem Irak erbeuten die Terroristen des „Islamischen Staates“ weiterhin Waffen und wichtige Ressourcen.

Beirut/TorontoDie Extremistenmiliz Islamischer Staat (IS) hat nach eigenen Angaben in Syrien binnen einer Woche ein zweites Gasfeld erobert. Die Gruppe stellte 18 Fotos ins Internet, die unter anderem eine gehisste IS-Fahne auf dem Gasfeld Dschahar zeigen, wie der Dienst Site berichtete, der islamistische Webseiten beobachtet. Den Islamisten sei es auch gelungen, zwei Panzer, Allradfahrzeuge und mehrere Maschinengewehre zu erobern, hieß es am Montag. Erst am Donnerstag hatte der IS das größere Gasfeld Scha'ar unter seine Kontrolle gebracht.

Die Islamisten beherrschen weite Teile Syriens und des Iraks und haben ein Kalifat ausgerufen. Eine von den USA angeführte Allianz versucht, den IS mit Luftangriffen zurückzudrängen. Im Rahmen der Koalition flogen am Sonntag auch erstmals kanadische Kampfflugzeuge Luftangriffe gegen den IS im Irak. Zwei CF-18-Jets hätten IS-Ziele in der Nähe der Stadt Falludscha rund 70 Kilometer westlich von Bagdad bombardiert, teilte Verteidigungsminister Rob Nicholson mit.

Sie seien nach vier Stunden sicher zu ihrem Stützpunkt zurückgekehrt. Der Einsatz zeige die Entschlossenheit Kanadas, gemeinsam mit seinen Verbündeten den Terrorismus zu bekämpfen. Die US-Streitkräfte erklärten, amerikanische Kampfflugzeuge hätten am Sonntag und Montag 14 Angriffe auf IS-Extremisten im Irak und in Syrien geflogen.

Kanadas konservative Regierung hatte Anfang Oktober angekündigt, sich an den Luftangriffen gegen die Islamisten zu beteiligen. Anschließend wurden zwei Soldaten bei Angriffen von einheimischen Islamisten in Kanada getötet. Dabei soll es sich der Polizei zufolge um Taten von Einzeltätern handeln, die kürzlich zum Islam konvertierten und unabhängig voneinander handelten.

Von

rtr

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×