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02.12.2014

09:33 Uhr

Islamischer Staat

FBI warnt US-Soldaten vor Attacken daheim

Die US-amerikanische Bundespolizei FBI warnt Soldaten vor möglichen Anschlägen der Terrorgruppe IS in den USA. Der IS suche nach Verbündeten in den Vereinigten Staaten, um die Attacken auszuführen, heißt es.

US-Soldaten müssen laut FBI auch in der Heimat mit Attacken des IS rechnen. dpa

US-Soldaten müssen laut FBI auch in der Heimat mit Attacken des IS rechnen.

WashingtonDie Bundespolizei FBI hat das US-Militär vor möglichen Attacken der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) auf amerikanischem Boden gewarnt.

Ein entsprechendes Bulletin sei mit Blick auf die Feiertagssaison veröffentlicht worden, in der viele Militärangehörige in ihren Uniformen auf Reisen seien, berichtete der Sender CNN am Montag.

Er bezog sich dabei auf Angaben eines Terrorabwehr-Beamten.

Die Terrorgruppe Islamischer Staat

Ziel

Die Organisation Islamischer Staat (IS), früher Islamischer Staat im Irak und in Syrien (Isis) genannt, gehört zu den radikalsten islamistischen Gruppen im Nahen Osten. Sie kämpft für einen sunnitischen Gottesstaat im arabischen Raum.

Ursprung

Der IS ging aus dem irakischen Widerstand der 2003 gegründeten Gruppe „Tawhid und Dschihad“ hervor, die sich gegen die US-Invasion im Irak wandte. Erster Anführer war der für seine Grausamkeit berüchtigte Jordanier Abu Mussab al-Sarkawi. Seit 2013 leitet der Iraker Abu Bakr al-Baghdadi den IS.

Aktivitäten

Die Gruppe griff Im Irak nicht nur US-Soldaten an, sondern verübte auch Selbstmordanschläge auf Schiiten und Christen im Land. Al-Sarkawi wurde 2006 von der US-Armee getötet. Seither führen Iraker die Organisation. Deren zweiter früherer Name „Islamischer Staat im Irak und der Levante“ verdeutlicht den Anspruch, einen sunnitischen Großstaat zwischen Mittelmeer und Euphrat zu errichten.

Entwicklung

An Macht gewann der IS, als sie sich im Frühjahr 2013 in den syrischen Bürgerkrieg einmischte. Dort überwarf sie sich mit der aus syrischen Salafisten bestehenden Al-Nusra-Front, obwohl beide Gruppen damals dem Terrornetzwerk al-Qaida nahestanden.

Standorte

Vor allem im Nordosten Syriens greift der IS syrisch-kurdische Städte an und massakriert die Zivilbevölkerung. Im Irak profitiert die Miliz vom Streit der von Schiiten dominierten irakischen Regierung mit den sunnitischen Parteien des Landes. Am 29. Juni rief der IS das Kalifat in den von im kontrollierten Gebieten aus – mit al-Baghdadi als Kalif.

Finanzierung

Der IS finanzierte sich anfangs vor allem durch Spenden aus den Golfstaaten Katar und Saudi-Arabien, aber auch durch Wegzölle entlang der Grenzen zwischen Irak und Syrien. Mit den Landgewinnen nahmen die Gewinne aus illegalen Ölverkäufen der kontrollierten Felder zu.

Söldner

In den Reihen der Gruppe kämpfen internationale Brigaden, darunter Muslime aus Nordafrika und den arabischen Golfstaaten sowie Konvertiten aus Europa und Nordamerika.

Demnach sucht der IS nach „gleichgesinnten Individuen in den USA, um die Attacken auszuführen“. Als Anhaltspunkte dienten dabei Mitteilungen in den sozialen Medien, in denen Unterstützung für die Gruppe geäußert würde.

In dem Bulletin werden nach Angaben von CNN US-Soldaten dazu aufgerufen, ihre Kommunikationen auf Informationen hin zu überprüfen, „die die Aufmerksamkeit gewalttätiger Extremisten auf sich ziehen könnten“.

Von

dpa

Kommentare (1)

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Herr Paul Mueller

02.12.2014, 10:39 Uhr

Kill-capture missions are coming home?

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