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01.06.2015

18:48 Uhr

Islamischer Staat

IS tötet 38 Polizisten im Irak

Der Islamische Staat hat wieder zugeschlagen: Bei einem Selbstmordattentat mit einem Panzer starben 38 Polizisten im Zentrum des Landes, weitere 46 Menschen wurden verletzt.

Mit einem Selbstmordanschlag hat der IS im Irak 38 Polizisten getötet. Reuters

Panzer und Kämpfer des Islamisches Staates

Mit einem Selbstmordanschlag hat der IS im Irak 38 Polizisten getötet.

BagdadMindestens 41 Polizisten und schiitische Kämpfer sind am Montag in der irakischen Provinz Anbar bei einem Selbstmordattentat der Terrormiliz Islamischer Staat getötet worden. Weitere 63 Sicherheitskräfte wurden nach offiziellen Angaben verletzt.

Drei Angreifer seien in mit Sprengstoff beladenen Geländefahrzeugen gegen eine Polizeistation im Norden der vom IS gehaltenen Stadt Ramadi gerast, teilten die Behörden mit. Dadurch sei eine weitere Explosion in einem nahen Munitionslager ausgelöst worden, hieß es.

Nach Angaben der Vereinten Nationen starben durch Gewalt im Irak allein im Mai mehr als 1000 Menschen – 665 Zivilisten und 366 Angehörige der Sicherheitskräfte. Die Zahl der getöteten Aufständischen ist nicht bekannt. Insgesamt wurden durch die Kämpfe in dem Land mehr als 2,7 Millionen Menschen vertrieben, darunter allein 110 000, die vor den neu aufgeflammten Kämpfen in und um Ramadi in den vergangenen zwei Wochen flohen.

Der jüngste IS-Angriff erinnerte an die Eroberung Ramadis durch die Terrormiliz im Mai, ihrem größten Erfolg seit Beginn der US-geführten Luftangriffe auf die Extremisten im August. Bei der Eroberung Ramadis hatte der IS ebenfalls von den irakischen Sicherheitskräften erbeutete Geländewagen benutzt.

Nach dem Verlust von Ramadi hatte der irakische Ministerpräsident Haider al-Abadi eine Offensive zur Rückeroberung gestartet und schiitischen Kämpfern befohlen, in der sunnitischen Provinz Anbar mitzukämpfen. Diese hatten bereits eine Schlüsselrolle bei der Vertreibung des IS aus anderen Teilen des Iraks gespielt.

Allerdings wurde ihnen von Menschenrechtsgruppen auch vorgeworfen, gegen Sunniten Racheakte zu verüben. Diese Vorwürfe wiesen ihre Kommandeure zurück. Der IS und andere sunnitische Extremisten betrachten die Schiiten als Abtrünnige, die den Tod verdienen.

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