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27.01.2015

16:34 Uhr

Islamischer Staat

IS will zweiten Japaner binnen 24 Stunden töten

IS-Kämpfer haben mit der Tötung eines zweiten Japaners sowie eines jordanischen Kampfpiloten binnen 24 Stunden gedroht. Im Gegenzug fordern sie die Freilassung einer irakischen Dschihadistin.

Der Japaner Kenji Goto befindet sich in der Gewalt der IS-Kämpfer. AFP

Der Japaner Kenji Goto befindet sich in der Gewalt der IS-Kämpfer.

BeirutNach der Ermordung einer japanischen Geisel hat die Dschihadistengruppe Islamischer Staat (IS) mit der Tötung eines zweiten Japaners sowie eines gefangenen jordanischen Kampfpiloten binnen 24 Stunden gedroht. So lange habe Jordanien Zeit, die in dem Land inhaftierte irakische Dschihadistin Sadschida al-Rischawi freizulassen, hieß es in einem am Dienstag in islamistischen Internetportalen veröffentlichten Video. Darin war ein Bild des Japaners mit einem Bild des Jordaniers in den Händen zu sehen

Bereits vor einigen Tagen war der im August in Syrien gefangengenommene 42-jährige Japaner Haruna Yukawa von IS-Kämpfern getötet worden. Am Freitag war ein Ultimatum an die japanische Regierung abgelaufen, ein Lösegeld von 200 Millionen Dollar, knapp 177 Millionen Euro, zu zahlen, um Yukawa und den vermutlich im Oktober in Syrien verschleppten 47-jährigen Kenji Goto freizukaufen.

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Die IS lässt keinen Zweifel an einer weiteren Hinrichtung: In einer Audiobotschaft heißt es, eine der beiden japanischen Geiseln sei getötet worden. Der Journalist Kenji Goto ist weiterhin in Gewalt der Terrormiliz.

Die japanische Regierung hatte die Zahlung von Beginn an abgelehnt. Zur Bedingung für eine Freilassung Gotos machten die Extremisten nach der Ermordung Yukawas dann die Entlassung der in Jordanien inhaftierten Irakerin al-Rischawi aus dem Gefängnis. Al-Rischawi war im Jahr 2006 wegen der Beteiligung an einer Anschlagsserie auf Hotels in der jordanischen Hauptstadt Amman zum Tod verurteilt worden.

Die Gefangennahme des jordanischen Kampfpiloten Maas al-Kassasbeh war im Dezember bekannt geworden. Die Dschihadisten gaben an, sein Flugzeug während eines Einsatzes für die gegen den IS kämpfende US-geführte internationale Allianz mit einer Abwehrrakete mithilfe von Wärmesensoren abgeschossen zu haben. Jordanien und die USA widersprachen dieser Darstellung. Aktivisten sprachen von einem technischen Defekt.

Von

afp

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