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26.11.2014

12:39 Uhr

Islamischer Staat

Kurden wehren IS-Angriffe auf Mossul-Damm ab

Der Mossul-Staudamm im Nordirak sichert die Trinkwasser- und Stromversorgung, kurdische Peschmerga-Kämpfer konnten ihn gegen Angriffe der IS-Miliz verteidigen. Derweil bombardierte Syrien die IS-Hochburg Al-Rakka.

IS-Kämpfer hatten den Mossul-Staudamm im August bereits unter Kontrolle gebracht, jedoch nur für zwei Wochen. dpa

IS-Kämpfer hatten den Mossul-Staudamm im August bereits unter Kontrolle gebracht, jedoch nur für zwei Wochen.

Mossul/Al-RakkaKurdische Peschmerga haben im Nordirak Angriffe der Terrormiliz Islamischer Stadt (IS) auf den Mossul-Staudamm und den Ort Sumar abgewehrt. Dabei seien sie von Luftangriffen der USA und ihrer Verbündeten unterstützt worden, erklärte ein kurdischer Offizieller am Mittwoch. Mindestens 30 Extremisten seien ums Leben gekommen. Über Tote aufseiten der Kurden machte er keine Angaben.

Der Mossul-Staudamm ist die größte Talsperre des Landes. Er ist strategisch bedeutend, weil er für die Trinkwasserversorgung und Stromerzeugung des Landes wichtig ist. IS-Kämpfer hatten den Damm bereits Anfang August unter Kontrolle gebracht, rund zwei Wochen später jedoch wieder an die Peschmerga-Kämpfer verloren.

Am Dienstag war die Zahl der Todesopfer der syrischen Luftangriffe auf die Islamistenhochburg Al-Rakka nach Angaben der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte auf mindestens 95 gestiegen. Die Stadt ist die inoffizielle Hauptstadt des von der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) ausgerufenen Kalifats.

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Syrische Flugzeuge hätten mindestens zehn Angriffe auf die Stadt im Nordosten des Landes geflogen, teilten die oppositionsnahen Menschenrechtsbeobachter am Mittwoch mit. Es war eine der schwersten Bombardierungen seit Beginn des Bürgerkriegs vor mehr als drei Jahren.

Der Nachrichtenkanal Al-Arabija aus Dubai berichtete unter Berufung auf Aktivisten sogar von 170 Toten, die meisten von ihnen Zivilisten. Mehr als 100 Menschen seien verletzt worden. Die Menschenrechtler warfen dem syrischen Regime ein „Massaker“ vor. Die Flugzeuge hätten ein Industriegebiet, einen Markt und eine Moschee bombardiert. Unter den Toten seien auch drei Kinder gewesen.

Von

dpa

Kommentare (2)

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Herr shar wes

26.11.2014, 10:53 Uhr

Die IS kümmert sich einen Dreck um Menschenrechte also sollte sie diese auch nicht für sich einfordern. IS schlachtet, warum also kein Napalm, Steubomben, etc?

G. Nampf

26.11.2014, 11:09 Uhr

"Die Flugzeuge hätten ein Industriegebiet, einen Markt und eine Moschee bombardiert. Unter den Toten seien auch drei Kinder gewesen."

Das kommt im Krieg schon einmal vor, so traurig das ist. Sollen die IS-Gegner den IS etwa mit Montagsdemos bekämpfen?

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