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20.02.2015

04:46 Uhr

Islamischer Staat

USA planen Anti-IS-Offensive auf Mossul

Im Irak bereitet sich nach US-Angaben bis zu 25.000 Soldaten und kurdische Milizen auf eine Rückeroberung der von Islamisten gehaltenen Stadt Mossul vor. Auch in Syrien sollen mehr als 10.000 Kämpfer ausgebildet werden.

Kampf gegen IS

Türkei und USA bilden syrischer Rebellen aus

Kampf gegen IS: Türkei und USA bilden syrischer Rebellen aus

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WashingtonIm Frühjahr soll laut dem US-Militär eine Offensive auf die von der Terrormiliz Islamischer Staat gehaltene Stadt Mossul beginnen. An der Operation würden zwölf irakische Brigaden und damit zwischen 20.000 und 25.000 Soldaten beteiligt sein, erklärte ein Sprecher des Zentralkommandos in Tampa am Donnerstag mit. Fünf der Brigaden sollen demnach schon bald vor Ort für die Mission geschult werden. Die Ausbildung übernehme die US-geführte Anti-IS-Koalition.

Die fünf Einheiten sollen die Kerntruppe bilden, die die Attacken auf die Dschihadisten ausführen sollen. Ihnen würden drei weitere kleinere Brigaden als Reservetruppen zur Seite gestellt. Beteiligt seien zudem drei Einheiten der kurdischen Peschmerga-Kämpfer, die die IS-Extremisten vom Norden und Westen aus angreifen sollen.

Darüber hinaus soll eine Kampftruppe für Mossul zum Einsatz kommen, die überwiegend aus früheren Polizisten und Stammesangehörigen der Stadt besteht. Diese soll sich dafür bereithalten, nach Mossul zurückzukehren, sobald die Einheiten die IS-Kämpfer herausgedrängt hätten, hieß es.

Die IS-Miliz nahm Mossul im vergangenen Juni bei ihrem Vormarsch durch Irak und Syrien ein, örtliche Sicherheitskräfte flüchteten in Scharen aus der Stadt. Aktuell sollen sich zwischen 1000 und 2000 IS-Extremisten in Mossul befinden. Die zweitgrößte Stadt des Irak ist nicht zuletzt wegen seiner Ölraffinerien von strategischer Bedeutung

Nach monatelangen Verhandlungen haben sich die USA außerdem mit der Türkei darauf geeinigt, bis zu 15.000 gemäßigte syrische Rebellen für den Kampf gegen den IS und das Regime in Damaskus auszubilden und auszurüsten. Ein entsprechendes Dokument sei kürzlich unterzeichnet worden, sagte der türkische Außenminister Mevlut Cavusoglu am Donnerstag vor Reportern. Ein Sprecher der US-Botschaft bestätigte die Einigung.

In den Verhandlungen stritten Ankara und Washington vor allem darum, wer unterstützt werden soll. Die Türkei - erbitterter Gegner von Syriens Präsident Baschar al-Assad - will eine Stärkung der Kräfte gegen Damaskus und gegen die Extremisten vom Islamischen Staat (IS). Für Washington ist die Mission vor allem Teil des Kampfes gegen den IS, nicht in erster Linie gegen Assad. Cavusoglu sagte dazu, unterstützt würden Kräfte für den Kampf gegen den IS, gegen andere „Terrororganisationen“ und gegen das „Regime“.

Beginnen soll das Programm Ende März, Ende des Jahres sollen die ersten Kämpfer einsatzbereit sein, teilte das Pentagon mit. Im ersten Jahr sollen mehr als 5000 Syrer ausgebildet werden, binnen drei Jahren insgesamt 15.000. Das Training findet in der zentralanatolischen Stadt Kirsehir statt.

Von

ap

Kommentare (2)

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Herr Günther Schemutat

20.02.2015, 08:01 Uhr

Jede Armee braucht essen und Trinken um zu kämpfen. Selbst Napoleon musste erkennen das selbst in Europa wo man nur ein Korn werfen muss und es wächst etwas , Essen nicht vom Himmel fällt.

Bei der ISIS schon. Selbst im heissen Sommer bei 50Grad im Irak und Syrien , diese
Bastarde sind gut versorgt obwohl so gut wie nichts wächst im Sand und Brunnen Heiligtümer sind.

Von den Kurden etwa? bestimmt nicht! Von den Iranern: Niemals! Von den Jordaniern:Niemals! Von Assad: Ha ha ha!

Wer liefert also als Verräter wenn Tonnen von Geld vorhanden ist !. Richtig.. die Türkei
und solange diese mit Europa und Deutschland an der Seite sein Osmanisches Reich ausbaut und Griechenland schon der Türkei als nächstes Opfer anbietet ,
wird man nur Blut vergiessen müssen, anstatt die Versorgung der Isis auf Null stellen. und alle Brunnen zu zerstören.


Herr Marc Otto

20.02.2015, 08:59 Uhr

Nunja, auch wenn vom Ami erfunden udn vom IRAn "gebaut", so dürfte selbst die IS nicht ewig halten.

Im Schatten der IS seht nun der IRAN endlich an den Grenzen zu Israel und kann damit sein Reich wieder aufbauen.

Und die bestens ausgerüsteten Kurden werden sich nach dem Sieg über die IS liebevoll um ihr türkischen Freunde kümmern.

Immer wieder kann ich nur mit Freude feststellen, dass wir doch in einer sehr gerechten Welt leben.

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