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29.05.2014

16:21 Uhr

Islamistengruppe

Nigerias Präsident droht Boko Haram mit Krieg

Die Islamistengruppe Boko Haram hat erneut drei Dörfer angegriffen und mindestens 35 Menschen getötet. Nigerias Präsident Goodluck Jonathan will nicht länger tatenlos zuschauen und droht den Extremisten mit Krieg.

Nigerias Präsident Goodluck Jonathan droht den Extremisten mit Krieg. ap

Nigerias Präsident Goodluck Jonathan droht den Extremisten mit Krieg.

AbujaAngesichts der ausufernden Attacken der Islamistengruppe Boko Haram hat Nigerias Präsident Goodluck Jonathan den Extremisten mit einem „umfassenden Krieg“ gedroht. Er sei „entschlossen“, einen „umfassenden Krieg gegen den Terrorismus“ zu führen, um die Demokratie, die nationale Einheit und die politische Stabilität des Landes zu bewahren, sagte er am Donnerstag in einer Ansprache. Jonathan äußerte sich anlässlich des Endes der Militärdiktatur in dem westafrikanischen Land vor 15 Jahren.

Der Schutz von Leben und Eigentum in Nigeria sei „nicht verhandelbar“, fuhr der Präsident fort. Er nahm damit vor allem Bezug auf das Schicksal der mehr als 200 Schülerinnen, die Boko Haram Mitte April entführt hatte. Er habe die Sicherheitskräfte des Landes angewiesen, einen Einsatz zu starten, um der Straflosigkeit von „Terroristen auf unserem Boden ein Ende zu bereiten“, sagte Jonathan. Gleichzeitig bot er den Kämpfern, die dem Terrorismus abschwörten und sich dem Frieden zuwendeten, einen „Dialog und Versöhnung“ an.

Boko Haram: Viele Tote bei Angriff auf Nigerias Sicherheitskräfte

Boko Haram

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Sicherheitskreise sprechen von 25 Toten: Anhänger der Sekte Boko Haram haben in Nigeria Soldaten und Polizisten angegriffen. Aus Furcht vor Übergriffen verlegt jetzt das Nachbarland Kamerun Einheiten an die Grenze.

Die Islamistenbewegung Boko Haram wendet sich gegen westliche Bildung und strebt einen islamischen Staat in den muslimisch dominierten Landesteilen an. Seit fünf Jahren verübt die Gruppe immer wieder Anschläge und überfällt ganze Dörfer.

Wie Militärkreise und Anwohner am Donnerstag berichteten, stürmten dutzende Boko-Haram-Kämpfer erst am Mittwochmorgen erneut drei Dörfer im nordöstlichen Staat Borno und töteten mindestens 35 Menschen. Die in Militäruniformen gekleideten Angreifer überfielen demnach die Ortschaften Gumushi, Amuda und Arbokko, warfen Brandsätze auf die Behausungen und erschossen fliehende Zivilisten. Örtliche Medien gaben die Opferzahl allein in Gumushi mit 42 an.

Von

afp

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