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06.05.2013

09:07 Uhr

Islamistische Massenproteste

Dutzende Tote in Bangladesh

Demonstrationen für strengere Geschlechtertrennungen haben Bangladeschs Hauptstadt teilweise in ein Schlachtfeld verwandelt. Die blutigen Zusammenstöße forderten 22 Tote. Der Islamismus ist auf dem Vormarsch.

Bürgerkriegsähnliche Zustände in Dhaka: Polizisten verwendeten scharfe Munition gegen die Islamisten. ap

Bürgerkriegsähnliche Zustände in Dhaka: Polizisten verwendeten scharfe Munition gegen die Islamisten.

DhakaBei Massenprotesten für härtere Blasphemiegesetze und strengere Geschlechtertrennung in Bangladesch sind nach Angaben von Polizei und Ärzten mindestens 22 Menschen getötet worden. Zudem seien Teile der Hauptstadt Dhaka durch die Zusammenstöße zwischen Anhängern der radikalen Bewegung Hefajat-e-Islam und der Polizei in ein Schlachtfeld verwandelt worden, sagte ein Polizist der Nachrichtenagentur AFP am Montag.

Der in einem Krankenhaus stationierte Beamte sprach von elf Todesopfern in der Klinik, darunter ein Polizist. Drei private Krankenhäuser bestätigten zudem, dass auch bei ihnen elf Leichen eingeliefert worden seien.

Zuvor waren rund 200.000 Anhänger der neu gegründeten Hefajat-Bewegung am Sonntag auf mindestens sechs Autobahnen in Richtung Dhaka marschiert und blockierten dort den Verkehr. Auch die Verbindung zum wichtigsten Hafen des Landes, Chittagong, war blockiert. Vor der größten Moschee des Landes gab es Straßenschlachten mit der Polizei. Hunderte Menschen wurden dabei verletzt.

Hefajat-Funktionäre drohten der Regierung in Reden mit einem Umsturzversuch, falls ihre Forderungen nicht erfüllt werden. Die islamistische Bewegung verlangt die Umsetzung eines 13-Punkte-Plans: Dazu zählen die Einführung der Todesstrafe für Gotteslästerung, die Wiedereinführung der Bezugnahme auf Allah in der Verfassung und eine strikte Geschlechtertrennung. Zudem fordert Hefajat-e-Islam verpflichtenden Religionsunterricht und die Beschränkung der Aktivitäten christlicher Missionare.

Von

afp

Kommentare (3)

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wanderer

06.05.2013, 10:36 Uhr

Mir tutes um die Opfer leid soweites unbeteiligte Menschen waren. Aber dass soll eine Religion des Friedens sein?????

wanderer

06.05.2013, 10:40 Uhr

Wenn dass eine Religion des Friedens sein soll? Was sind dann die anderen Religionen???? Aber so präsentiert sich der Islam.
Mir tun die unbeteiligten Menschen leid.

Stefan

06.05.2013, 12:56 Uhr

Ich bin gespannt, wann Guido Westerwelle vor die Mikrofone der GEZ und anderer Agitprop-Medien tritt und von einer "Demokratiebwegung" spricht und A. Merkel fordert, "dass die Menschen dort nicht im Stich gelassen werden" und in Millionenstärke nach Europa einwandern dürfen.

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