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02.09.2012

14:55 Uhr

Israel

Jüdische Siedlung im Westjordanland geräumt

Noch bis Dienstag haben rund 50 jüdische Familien im Westjordanland Zeit, ihre Häuser zu verlassen. Ein Gericht hat die Siedlung für illegal erklärt. Bislang ist es ruhig geblieben. Das Militär steht aber schon bereit.

Israelis tragen Stühle durch die Migron-Siedlung, die bis Dienstag geräumt sein muss. AFP

Israelis tragen Stühle durch die Migron-Siedlung, die bis Dienstag geräumt sein muss.

JerusalemJüdische Familien haben am Sonntag damit begonnen, die Siedlung Migron im Westjordanland zu räumen. Sie kommen damit einer richterlichen Anordnung nach, ihre Häuser bis Dienstag zu verlassen. Die Räumung der Siedlung auf palästinensischen Gebiet verlief nach Angaben des israelischen Militärs bislang friedlich. Die Polizei hatte den rund 50 Siedlerfamilien zuvor Räumungsbescheide zugeteilt.

Ein Gericht hatte bereits vor rund einem Jahr die Unrechtmäßigkeit der Siedlung, die etwa 15 Kilometer nördlich von Jerusalem liegt, festgestellt. Doch wegen zahlreicher Einwände vor Gericht kam es zu Verzögerungen bei der Auflösung von Migron. Ein Antrag auf einen Aufschub um drei Jahre wurde abgelehnt. Die Siedlung, in der bis zuletzt 300 Menschen lebten, wurde 2001 auf privatem palästinensischen Boden errichtet.

Einige Bewohner leisten Widerstand bei der Räumung der Siedlung. dpa

Einige Bewohner leisten Widerstand bei der Räumung der Siedlung.

Israelische Behörden haben befürchtet, dass es angesichts der Zwangsräumung zu gewaltsamen Zwischenfällen kommen könnte. Der Rundfunk berichtete unterdessen, einige wenige Siedler sagten, sie würden Migron nicht freiwillig verlassen.

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