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23.01.2005

18:10 Uhr

Israel spricht von „positiven Zeichen"

Radikale Palästinenser stellen Bedingungen für Waffenruhe

Die Bemühungen des neuen PLO-Präsidenten Mahmud Abbas zeigen offenbar Wirkung. Nach den Al-Aksa-Brigaden sind auch die Hamas und der Islamische Dschihad grundsätzlich zu einem Gewaltverzicht bereit.

HB GAZA/JERUSALEM. In Verhandlungen mit Abbas grundsätzlich nannten sie aber als Bedingung, dass Israel alle Angriffe einstelle, erklärten Vertreter der radikal-islamischen Hamas und des Islamischen Dschihad am Sonntag in der Stadt Gaza. Zuvor hatten sich auch einige Vertreter der Al-Aksa-Brigaden entsprechend geäußert. Israel bezeichnete einen Rückgang der Anschläge nach einer Stationierung palästinensischer Grenzwachen unterdessen als „positives Zeichen“.

Der palästinensische Außenminister Nabil Schaath sprach in Gaza von Fortschritten in den Verhandlungen, die ein Abkommen in naher Zukunft möglich machten. „Hamas ist bereit, auf Rufe nach Ruhe positiv zu reagieren, wenn Israel seine Aggression stoppt“, sagte Hamas-Sprecher Sami Abu Suhri. „Wir können keine Waffenruhe akzeptieren, bevor sich die Besatzer nicht klar zu einem Ende der Angriffe verpflichtet haben.“ Zudem müssten Forderungen seiner Organisation - Truppenabzug und Freilassung der Gefangenen - erfüllt werden. Er bestritt, dass es schon eine Übereinkunft mit Abbas gebe.

Der israelische Verteidigungsminister Schaul Mofas hatte im israelischen Rundfunk erklärt, es gebe ein palästinensisches Abkommen über etwa 30 Tage Waffenruhe. Abbas habe eine solches Abkommen mit den Führern von Hamas und dem Islamischen Dschihad geschlossen.

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