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11.07.2012

18:23 Uhr

Italien

Berlusconi erwägt politisches Comeback

Italiens ehemaliger Regierungschef will womöglich bei nächsten Wahl wieder kandidieren. Ein Vertrauter spricht von zunehmender Unterstützung für Ex-Regierungschef. Berlusconis Nachfolger will dagegen nicht mehr antreten.

Silvio Berlusconi will möglicherweise zurück an die Macht. dapd

Silvio Berlusconi will möglicherweise zurück an die Macht.

RomDer frühere italienische Ministerpräsident Silvio Berlusconi liebäugelt einem engen Vertrauten zufolge mit einer Rückkehr als Regierungschef. Der 75-Jährige werde möglicherweise bei der Parlamentswahl im kommenden Frühling erneut kandidieren, sagte der Berlusconi-Vertraute Angelino Alfano am Mittwoch. So gebe es eine wachsende Gruppe von Unterstützern für Berlusconi. "Ich denke, dass er sich am Ende dazu entscheiden wird, anzutreten", sagte Alfano.

Derweil erteilte Berlusconis Nachfolger Mario Monti einer neuerlichen Kandidatur nach dem Ende seiner Amtszeit eine Absage. Er habe immer ausgeschlossen, nach der Parlamentswahl im Amt zu bleiben, sagte Monti bereits am Dienstag nach einem Treffen der EU-Finanzminister in Brüssel. Er werde aber als Senator auf Lebenszeit politisch aktiv bleiben. Monti gab am Mittwoch sein Amt als Finanzminister auf. Stellvertreter Vittorio Grilli, der bereits bei etlichen EU-Treffen der Finanzminister für Monti eingesprungen war, wird den Posten künftig übernehmen.

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Der ehemalige Wirtschaftsprofessor Monti hatte im vergangenen November den Posten des Ministerpräsidenten von Berlusconi übernommen und eine Technokraten-Regierung gebildet, um das Land aus der Schuldenkrise zu führen.

Gegen Berlusconi läuft in Mailand derzeit ein Gerichtsverfahren. Ihm wird vorgeworfen, sexuelle Beziehungen zu einer minderjährigen Prostituierten unterhalten zu haben. Zudem soll er sein Amt missbraucht haben, um das zu verschleiern. Berlusconi hat die Anschuldigungen zurückgewiesen.

Von

dapd

Kommentare (1)

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Mazi

11.07.2012, 18:36 Uhr

Wundern würde es mich nicht, sind die verbliebenen doch offensichtlich auch nicht anders.

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