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02.09.2011

10:56 Uhr

Italien

Berlusconi nennt Italien ein „Scheißland“

Neue Affäre um Italiens Regierungschef Silvio Berlusconi: Erst soll er Italien ein „Scheißland“ genannt haben, das er in einigen Monaten verlassen wolle. Jetzt beschwichtigt er.

„In einigen Monaten gehe ich weg, verlasse ich dieses Scheißland, das mich anekelt, Punkt und Schluss“, sagte Italiens Präsident Silvio Berlusconi in einem Telefonat. Reuters

„In einigen Monaten gehe ich weg, verlasse ich dieses Scheißland, das mich anekelt, Punkt und Schluss“, sagte Italiens Präsident Silvio Berlusconi in einem Telefonat.

RomEs ist der jüngste schwere Ausfall des für grobe verbale Schnitzer bekannten Silvio Berlusconi: Der Milliardär und Regierungschef soll Italien am Telefon ein „Scheißland“ genannt haben, das er in einigen Monaten verlassen wolle. Als das abgehörte Gespräch veröffentlicht wird, versucht der Medienmogul von Paris aus noch zu beschwichtigen, wie italienische Medien am Freitag berichteten. „Das ist eine dieser Sachen, wie man sie spät abends am Telefon so sagt, wohl in einem entspannten Augenblick und mit einem Lächeln“, sagte der 74-Jährige.

Der abgehörte Ausbruch des „Cavaliere“ vom 13. Juli wurde an dem Tag bekannt, als ein süditalienisches Ehepaar wegen mutmaßlicher Erpressung des Regierungschefs festgenommen wurde. Der Unternehmer und seine Frau sollen von dem Medienmogul über eine halbe Million Euro für Falschaussagen eingestrichen haben. Gefahndet wird in dem Zusammenhang noch nach dem Chef einer Online-Zeitung, der sich im Ausland aufhalten soll. Mit diesem hatte Berlusconi telefoniert.

„In einigen Monaten gehe ich weg, verlasse ich dieses Scheißland, das mich anekelt, Punkt und Schluss“, zitieren italienische Zeitungen am Freitag aus den Abhörprotokollen. Berlusconi, der sich seit langem von linken italienischen Richtern und Staatsanwälten verfolgt fühlt, führte dieses Gespräch am 13. Juli kurz nach 23.00 Uhr. „Ich bin so transparent, so sauber in meinen Angelegenheiten (...) Die können sagen, dass ich rumbumse, das ist auch das Einzige, was sie von mir sagen können (...) Sie setzen Spione auf mich an“, wird er angeblich zitiert.

Kommentare (19)

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Account gelöscht!

02.09.2011, 11:15 Uhr

Ich bitte um Ruhe. Keiner darf da widersprechen!

Verzweifelter-Vater

02.09.2011, 11:20 Uhr

Herr Berlusconi,
auch ich bin ein armer, verzweifelter Familienvater.

Bitte überweisen Sie mir doch auch 500.000,--€ auf mein Konto.

Dafür werde ich Sie auch für den Friedensnobelpreis vorschlagen.

Herzlichst,
Ihr
Verweifelter Vater

Pendler

02.09.2011, 11:25 Uhr

Hmm, wenn man die Schulden sieht, die Italien angehäuft hat,
muss ich diesem Ober.MAFIA Mann recht geben.

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