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19.04.2012

14:46 Uhr

Italien

Berlusconi stiftet zur Falschaussage an

Silvio Berlusconi soll einen Unternehmer zur Falschaussage angestiftet haben. Gegen den früheren italienischen Regierungschef läuft derzeit ein Ermittlungsverfahren wegen Sex mit einer Minderjährigen.

Silvio Berlusconi soll einen Unternehmer zur Falschaussage überredet haben. Reuters

Silvio Berlusconi soll einen Unternehmer zur Falschaussage überredet haben.

RomGegen den früheren italienischen Regierungschef Silvio Berlusconi wird im Zuge eines Sex- und Korruptionsskandals jetzt auch wegen Anstiftung zu Falschaussagen ermittelt. Die Staatsanwälte im apulischen Bari verdächtigen Berlusconi, den Unternehmer Gianpaolo Tarantini veranlasst zu haben, bei den Vernehmungen über angeblich pikante Feste in den Villen des damaligen Premiers zu lügen, wie italienische Medien am Donnerstag
übereinstimmend berichteten.

Die neuen Vorwürfe gegen Berlusconi haben nichts mit dem Prozess um das marokkanische Partygirl Ruby gegen den 75-jährigen Medienzar und Milliardär zu tun, der derzeit in Mailand läuft. Tarantini soll Prostituierte für andere Feste Berlusconis organisiert haben. Der nach seiner Rückkehr aus dem Ausland verhaftete Journalist Valter Lavitola dabei als Geldbote tätig gewesen sein. Tarantini wurde bereits verdächtigt, er habe Berlusconi dafür erpressen wollen.

Berlusconis Anwalt Niccolò Ghedini meinte zu den neuen Ermittlungen gegen seinen Mandanten, er könne jetzt nur hoffen, dass diese Sache schnellstmöglich zu den Akten gelegt werde. In dem Mailänder Prozess ist Berlusconi angeklagt, verbotenen Sex mit minderjährigen Prostituierten gehabt und sein Amt missbraucht zu haben. Im Zentrum stehen angeblich wilde Partys in seiner Villa.

Von

dpa

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