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01.11.2012

01:04 Uhr

Italien

Keine Steuersenkung für Geringverdiener

Umbau der milliardenschweren Haushaltspläne für 2013: Eigentlich sollten die ärmeren Haushalte in Italien steuerlich entlastet werden, doch davon hat Italiens Premier plötzlich Abstand genommen.

Italiens Premier Mario Monti. dapd

Italiens Premier Mario Monti.

RomDer italienische Ministerpräsident Mario Monti nimmt überraschend von einer kürzlich angekündigten Senkung der Einkommenssteuer für Geringverdiener Abstand. Damit baut er die milliardenschweren Haushaltspläne für das kommende Jahr noch mal um. Die Regierung in Rom beschloss am Mittwochabend, stattdessen die Lohnkosten zu senken. In welcher Form dieses Vorhaben umgesetzt werden soll, blieb zunächst offen.

Trotz des eng geschnürten Spar-Korsetts wollte Monti die Einkommenssteuer für Geringverdiener um einen Prozentpunkt reduzieren. Die Maßnahme, die ärmeren Haushalten helfen sollte, hätten den Staat nächstes Jahr 4,3 Milliarden Euro und 2014 rund 6,6 Milliarden Euro gekostet. Italien steckt in einer tiefen Rezession mit hoher Arbeitslosigkeit und stagnierenden Löhnen. Zudem drückt die Sparpolitik Monti auf die Stimmung der Bevölkerung.

Darüber hinaus will die Regierung Montis auch bei der Lokalverwaltung den Rotstift ansetzen und die Zahl der Provinzen reduzieren. Die Zahl der bisherigen 86 Provinzen soll dazu auf 51 verringert werden, entschied der Ministerrat.

Von

rtr

Kommentare (7)

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so_what

01.11.2012, 02:14 Uhr

Tja,man "wollte" die Einkommensteuer für Geringverdiener senken...

Herausgekommen ist (nicht im HB Artikel erwähnt !):

Italienische Regierung stimmt gemeinsam mit dem Parlament für die geplanten Einkommensteuersenkungen bei Beamten des Parlaments sowie eine Mehrwertsteuererhöhung von 21% auf 22%. Der ermäßigte Satz bleibt bei 10%.
(18:22) - Echtzeitnachricht

Arminius

01.11.2012, 04:40 Uhr

Bedingt durch den permanenten deutschen Leistungsbilanzüberschuss, ist der Euro für die meisten andere Euro-Länder überbewertet und erschwert diesen Ländern Exporte und bremst deren Importe nicht ab. Folge: Wirtschaftlicher Niedergang. Der führt dann zu geringeren Staatseinnahmen, die wiederum zu einer höheren Verschuldung, die wiederum zu höheren Zinsen für das Land und seine Wirtschaft.
Dazu kommt dass die Gewinne die deutsche Konzerne über den Export in Italien erzielten sehr oft nicht in Italien sondern in Nicht-Euro-Ausland reinvestiert wurden, besonders in die ehemalige Länder des Ost-Block.
„Made in Italy kaufen“ ist der beste Ratschlag den man in dieser Lage den Italiener heute geben kann.

DERRichter

01.11.2012, 07:29 Uhr

ich finde durchaus auch, dass mittlerweile sich sehr hochwertige und zugleich preisgünstige italienische Produkte sich auf den deutschen Markt tummeln. OB Autos, Dampfstrahlreiniger oder guter Fertigputz, vieles ist hochwertig und deutlich preiswerter als bei deutschen Anbietern.,

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