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14.12.2012

22:34 Uhr

Italien

Korruptions-Verfahren stoppt Dolce Vita von Politikern

Essen, Alkohol, Videospiele: 40 italienische Politiker stehen unter dem Verdacht, sich ihre Vergnügen aus der Staatsschatulle finanziert zu haben. Auf der Liste der Ermittler stehen auch Namen aus der Klatschpresse.

40 italienische Politiker sollen Privatvergnügen aus der Staatskasse finanziert haben. dpa

40 italienische Politiker sollen Privatvergnügen aus der Staatskasse finanziert haben.

RomDie italienischen Behörden haben Ermittlungen gegen 40 Politiker wegen Korruption eingeleitet. Die Politiker des Regionalrats der Lombardei seien verdächtig, öffentliche Gelder für private Zwecke verwendet zu haben, berichteten italienische Medien am Freitag.

22 Politiker aus der Partei des früheren Regierungschefs Silvio Berlusconi, Volk der Freiheit (PdL), sowie des früheren Koalitionspartners Lega Nord, seien zur Befragung einbestellt worden, berichtete die Tageszeitung "La Stampa". Der Gesamtwert der entwendeten Mittel soll bei mehreren Millionen Euro liegen.

Zu den prominentesten Verdächtigen gehört Berlusconis ehemalige Zahnpflegerin Nicole Minetti, die 2008 Mitglied des Regionalrats der Lombardei wurde. Sie soll rund 27.000 Euro für private Besuche in Luxusrestaurants ausgegeben haben, darunter 800 Euro an einem einzigen Abend in Mailand.

Minetti muss sich derzeit vor Gericht verantworten, weil sie für Berlusconi während dessen Regierungszeit Prostituierte organisiert haben soll, darunter die zur Tatzeit minderjährige Karima al Mahrough alias Ruby Rubacuore.

Auch Renzo Bossi, der Sohn des Gründers der rechtspopulistischen Lega Nord, Umberto Bossi, gehört zum Kreis der Verdächtigen. Er soll von seinem Etat unter anderem Videospiele, Zigaretten und Alkohol gekauft haben.

Umberto Bossi war im April vom Posten des Parteivorsitzenden zurückgetreten, weil die Justiz gegen ihn wegen Veruntreuung öffentlicher Gelder ermittelte.

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Von

afp

Kommentare (8)

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Account gelöscht!

14.12.2012, 22:57 Uhr

Politiker sind korrupt und veruntreuen Gelder? Ach Gott, wer hätte das gedacht! Die Frage ist doch nicht, wer aufgeflogen ist, sondern warum. Vielleicht waren Sie gerade unliebsam und mussten aus dem Weg geschaffen werden?

Brasil

14.12.2012, 22:59 Uhr

Schaemt sich eine Agentur wie afp nicht eine solche Lapalie zu verbreiten? 800EUR fuer ein Abendessen, ich bitte euch, in welchen Kaschemmen haltet ihr euch denn auf? Was sind 800 Euro fuer ein Abendessen? Armselige Voegel scheinen da auch in der afp Redaktion zu sitzen! Und nicht zu vergessen beim HB, das diesen Schmarrn noch 1/1 abdruckt!

Account gelöscht!

14.12.2012, 23:08 Uhr

Ach ja, ein Troll. Lieber Troll: Selbst in einem Restaurant welches im Gault Michelin geführt wird, sind 800 Euro für ein Abendessen für eine Person viel und keineswegs Peanuts. Tja, selber noch nie in diesen Lokalitäten gewesen, aber hier herum trällern. Und es geht keineswegs um 800 Euro sondern um insgesamt 27.000 Euro. Aber Trolle wollen eben provozieren...

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