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02.01.2013

15:57 Uhr

Italien

Monti verspricht Steuersenkungen

Italiens scheidender Ministerpräsident Mario Monti macht erste Wahlversprechen: Falls er gewinnt, will Monti den Reichtum umverteilen. Erst einmal will er die Wirtschaft ankurbeln - mit Steuersenkungen.

Mario Monti: „Italien hat die Finanzkrise hinter sich gelassen.“ Reuters

Mario Monti: „Italien hat die Finanzkrise hinter sich gelassen.“

RomItaliens scheidender Ministerpräsident Mario Monti will die Wirtschaft mit einer Senkung der Steuern auf Arbeit anschieben. Das betreffe sowohl Arbeitnehmer als auch Unternehmer, sagte Monti am Mittwoch in einem Rundfunkinterview. Zudem werde er im Falle eines Wahlsieges eine Umverteilung des Reichtums von den Vermögenden hin zu den Armen vorantreiben.

Der parteilose Politiker hatte vergangene Woche angekündigt, dass er bei der Wahl im Februar für einen Mitte-Block antreten will. Umfragen zufolge hat aber eher das Mitte-Links-Bündnis unter Führung der Demokratischen Partei von Pier Luigi Bersani eine Chance auf den Wahlsieg.

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Monti muss in dem Kampf gegen zwei politische Lager antreten - gegen die Demokratische Partei auf der linken Seite und Silvio Berlusconis Partei Volk der Freiheit auf der rechten. Die Mitte-Links-Allianz wolle einen verfestigten und im internationalen Vergleich übermäßig geschützten Arbeitsmarkt erhalten, sagte Monti. Ihre Beweggründe seien sicherlich ehrenhaft, räumte er ein. Italien brauche aber eine Regierung, die sich für Reformen stark mache und nicht eine, die den Status quo zementiere.

Italienische Reformbilanz in Zahlen.

Italienische Reformbilanz in Zahlen.

Zu Berlusconi sagte Monti, er sei über dessen unlogische Sprünge entsetzt. Einmal lobe er seine Regierung, einmal attackiere er sie. "Ich hoffe, die Wähler sind weniger irritiert als ich", fügte Monti hinzu. Der 76-jährige Berlusconi hatte einerseits Monti vorgeworfen, er führe nur die Befehle der deutschen Kanzlerin Angela Merkel aus. Andererseits bot er ihm die Führung der Mitte-Rechts-Koalition an.

Kommentare (4)

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Heini1946

02.01.2013, 17:22 Uhr

Es bleibt I unbenommen, mit welcher Regierung auch immer, seine Steuersachen selbst zu gestalten. Bedenkenswert, das man von Steuersenkungen spricht, obwohl gerade I mit 120%
des BSP in der Kreide steht. In scharfen Kontrast stehen dazu Schäubles Absichten nach der Wahl die Steuern zu erhöhen. Nun, da soll man keinen Schreikrampf kriegen...
Hat der Gollum die Absicht haben, I zu finanzieren ?

caesar4441

02.01.2013, 19:04 Uhr

Wenn ein Goldmann-Sucks Bänkster den Reichtum umverteilen will,dann müssen wohl alle Alarmglocken läuten.

pedrobergerac

02.01.2013, 21:29 Uhr

Steuern senken? Steuern abschaffen. Das ist die Devise.

Frage an den Bund der Steuerzahler

Bei der genauen Betrachtung Ihrer Website ist mir Folgendes aufgefallen.
Sie beschäftigen sich mit allen Steuerbelangen die man sich nur vorstellen kann.
Eigentlich fehlt nur ein einziger Betrachtungspunkt:

Warum müssen wir eigentlich Steuern zahlen?

Mit dieser Frage will ich Ihr Augenmerk auf die Geldschöpfung lenken, welche in allen Belangen des Finanzwesens, vor allem beim Studium der Wirtschafts(wissenschaften) völlig ausgeblendet wird.

Will man uns damit verheimlichen, dass die Geldschöpfung durch Privatbanken der eigentliche Grund für die Steuern ist?
Würde nämlich der Staat, alles Geld dass er braucht, um Schulen, Krankenhäuser, Kindergärten, Straßen, Brücken etc. zu errichten und zu unterhalten, würde nämlich der Staat dieses Geld selber aus der Luft schöpfen (Fiat Money) wie es die Privatbanken machen, dann bräuchte er doch keine Kredite aufnehmen, keine Zinsen zu zahlen, wäre nicht verschuldet und wir bräuchten deswegen keine Steuern zu zahlen?

Wir könnten all unsere Arbeitsleistung, unsere Fähigkeiten, unsere Fertigkeiten, all unser Wissen und unsere Kraft in die Bewältigung der Probleme zu stecken, die wir durch das derzeitige Schuldzinsgeldsystem erst bekommen haben. Wir könnten wirkliche Bildung finanzieren, alle Mütter oder Väter könnten zu Hause bei Ihren Kindern bleiben. Wir könnten eine wirklich lebenswerte Welt erschaffen.

Warum machen wir das nicht einfach? Warum lassen wir es zu, dass die Banken auf unsere Kosten leben und somit unsere Gesellschaft langsam in den Untergang treibt, wie man aktuell an Griechenland erkennen kann?
WARUM WIRD UNS DIE TATSACHE ÜBER DIE GELDSCHÖPFUNG VORENTHALTEN?
WARUM WERDEN WIR VON ALLEN SO DREIST BELOGEN UND BETROGEN?
Haben Sie sich das schon einmal gefragt?
Warum ist dies kein Thema für den Bund der Steuerzahler?
Wem dient der Bund der Steuerzahler? Dem Systemerhalt des Schuldzinsgeldes?

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