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24.01.2014

21:34 Uhr

Italien

Regierung bringt Teilprivatisierung der Post voran

Italien gibt grünes Licht für die Teilprivatisierung der staatlichen Post. Auf diesem Weg will das Krisenland frisches Geld in die Kassen spülen. Und das ist erst der Anfang: Letta kündigte weitere Verkäufe an.

Das Kabinett von Ministerpräsident Enrico Letta hat den Verkauf von Anteilen an der Post und an der Flugsicherung Enav beschlossen. Reuters

Das Kabinett von Ministerpräsident Enrico Letta hat den Verkauf von Anteilen an der Post und an der Flugsicherung Enav beschlossen.

RomDie italienische Regierung hat die geplante Teilprivatisierung der staatlichen Post auf den Weg gebracht. Das Kabinett von Ministerpräsident Enrico Letta beschloss in seiner Sitzung am Freitag den Verkauf von Anteilen an der Post und an der Flugsicherung Enav. „In beiden Fällen handelt es sich um den Verkauf von Anteilen und nicht um den Verlust der Kontrolle“, sagte Letta. Mit den Privatisierungen will das Euro-Krisenland mitten in der schweren Wirtschaftskrise frisches Geld in seine klammen Kassen spülen und sein Staatsdefizit reduzieren.

Rund 40 Prozent der Anteile an der Post sollen verkauft werden. Rom hofft dadurch auf Einnahmen von 4 bis 4,8 Milliarden Euro, wie Finanzminister Fabrizio Saccomanni erklärte. Das Unternehmen, das 2012 einen Gewinn von mehr als einer Milliarde Euro machte, hat einen geschätzten Wert von zehn bis zwölf Milliarden Euro. Der Prozess soll bis zum Sommer abgeschlossen sein, wenn möglich will die Regierung auch Anteile an die Mitarbeiter verkaufen. Zudem plant sie, 49 Prozent der Anteile an Enav für etwa eine Milliarde Euro veräußern.

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„Dieses Jahr wird es noch weitere Privatisierungen geben, die es Italien erlauben, seine Schulden zu reduzieren“, sagte Letta. Insgesamt will die drittgrößte Volkswirtschaft der Eurozone auf diesem Weg rund zwölf Milliarden Euro einnehmen.

Von

dpa

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