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06.05.2015

10:51 Uhr

Italien

Rolex versus Renzi

VonKatharina Kort

Wahlrechtsreform, Arbeitsmarktreform, Justizreform – politisch scheint Italiens Premier Matteo Renzi unaufhaltsam. Doch nun bringt sich ein prominenter Gegenspieler in Stellung: Luxusuhrenhersteller Rolex.

Er wird wohl keine Rolex tragen: Italiens Regierungschef Matteo Renzi. AFP

Matteo Renzi

Er wird wohl keine Rolex tragen: Italiens Regierungschef Matteo Renzi.

MailandRolex ist sauer auf Matteo Renzi. In einer ganzseitigen Anzeige in der „La Repubblica“ schreibt das Schweizer Unternehmen einen offenen Brief an Italiens Ministerpräsidenten. Der hatte nämlich nach den Verwüstungen der Anti-Expo-Demonstranten in Mailand gesagt: „Wir haben die üblichen Kerle mit Kapuze und die Papa-Söhnchen mit Rolex besiegt.“

Renzi, der zuletzt dank einiger erfolgreicher Reformen für Schlagzeilen sorgte, bezog sich damit auf jene jungen Menschen aus gutem Hause, denen es leicht fällt zu demonstrieren und zu verwüsten, weil Mama und Papa sie stets auffangen. Den Anlass bot ein Foto, das einen Demonstranten mit einem Molotowcocktail in der Hand und einer Uhr am Handgelenk zeigt, bei der es sich um eine Rolex handeln soll.

Das angebliche Beweisfoto in „La Repubblica“.

Rolex und Molotow?

Das angebliche Beweisfoto in „La Repubblica“.

Bei dem Schweizer Luxusuhrenhersteller kam Renzis Spruch allerdings überhaupt nicht gut an. Daher die Revanche via Zeitungsanzeige. Es handele sich auf den Fotos nicht um eine Rolex und sicher nicht um eine echte, präzisieren sie in ihrem Schreiben.

Ob sich Rolex damit einen Gefallen tut, bleibt abzuwarten. Die Kombination Molotow und Rolex bleibt jetzt auf jeden Fall im Kopf.

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