Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

19.01.2005

17:15 Uhr

Italienische Fluglinie hat schon 1997 staatliche Hilfe bekommen

EU prüft Alitalia-Sanierungsplan eingehend

Die EU-Kommission hat eine eingehende Untersuchung des Sanierungsplans der angeschlagenen italienischen Fluggesellschaft Alitalia beschlossen.

HB BRÜSSEL. Die Untersuchung solle sicher stellen, dass der Sanierungsplan keine staatlichen Beihilfen enthält, erklärte EU-Verkehrskommissar Jacques Barrot am Mittwoch in Brüssel. Er sagte eine zügige Untersuchung zu. Die angeschlagene Fluglinie will mehrere tausend Stellen streichen und ihr Kapital um 1,2 Milliarden Euro erhöhen, um wieder in die Gewinnzone zu gelangen. Konkurrenten und die Kommission befürchten aber, dass der Sanierungsplan Alitalia auch staatliche Unterstützung verschafft.

Dies ist nicht möglich, weil die Fluglinie schon 1997 Staatsbeihilfen kassierte. Nach EU-Recht dürfen Fluglinien nur einmal unterstützt werden, um eine Subventionierung von Überkapazitäten zu verhindern.

Die Kommission will daher überprüfen, wie die Kapitalerhöhung den Staatsanteil an der Gesellschaft beeinflussen würde. Italien hat angekündigt, seinen Anteil von 62 Prozent auf 49 Prozent zu senken. Die Kommission will zudem sichergehen, dass die staatliche Fintecna Holding sich bei der mehrheitlichen Übernahme der Bodenabfertigungssparte von Alitalia, AZ Service, wie ein Privatinvestor verhält. Dies ist ein Schlüsselkriterium dafür, ob eine staatliche Unternehmensbeteiligung als verbotene Beihilfe oder als legale Investition gilt.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×