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06.07.2012

13:12 Uhr

Italiens Sparprogramm

Monti kippt Staatsausgaben aus dem Mittelalter

VonKatharina Kort

Italiens Ministerpräsident hat wie versprochen ein milliardenschweres Sparpaket aufgelegt. Die geplante Mehrwertsteuererhöhung hat Mario Monti zwar aufgeschoben, viele absurde Ausgabenposten verschwinden jedoch sofort.

Italiens Ministerpräsident Mario Monti macht einen großen Schritt in Richtung Haushaltssanierung. Reuters

Italiens Ministerpräsident Mario Monti macht einen großen Schritt in Richtung Haushaltssanierung.

MailandÖffentlicher Dienst, Krankenhäuser, Gerichte, politische Parteien – das neue Sparpaket der italienischen Regierung macht vor keinem Halt. Insgesamt sollen die Kürzungen innerhalb von drei Jahren 26 Milliarden Euro einsparen: 4,5 Milliarden Euro noch in diesem Jahr, 10,5 Milliarden Euro im kommenden Jahr und elf Milliarden Euro 2014.

Der Technokrat Mario Monti hatte Anfang Mai eigens den Parmalat-Sanierer Enrico Bondi gerufen, damit er alle Staatsausgaben auf den Prüfstand stellt. Das Sparpaket ist nun das Ergebnis. Monti reagiert damit sowohl auf den Druck der Märkte, als auch auf die Kritik, dass er bisher nur die Steuern erhöht und nicht an den Ausgaben gekürzt habe. Eine Kritik, die fast alle Ökonomen teilen.

Das Sparpaket kommt eine Woche nach der Arbeitsmarktreform, die Montis Regierung am vergangenen Mittwoch einen Tag vor dem Gipfel in Brüssel abgesegnet hat.

Mit dem Sparkpaket verschiebt Monti auch die ursprünglich für den Oktober geplante Mehrwertsteuererhöhung. Sie greift nun erst ab dem kommenden Juli.

Kommentare (21)

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Numismatiker

06.07.2012, 12:20 Uhr

26 Mrd. in drei Jahren!

Ein Tropfen auf den heißen Stein...

so_what

06.07.2012, 12:42 Uhr

Zitat:
"Öffentlicher Dienst, Krankenhäuser, Gerichte, politische Parteien – das neue Sparpaket der italienischen Regierung macht vor keinem Halt. "


Doch,die Reichen bleiben wie überall ungeschoren. Eine Vermögens- oer Reichensteuer, die Monti durchsetzen wollt, fand keine Zustimmung......

Und den Generalstreik, der bei uns verboten ist, gibt es in all den notleidenden Staaten.

parlant

06.07.2012, 13:11 Uhr

sollte es nicht besser heissen "Monti hat vor, Milliarden zu sparen" ?
An Taten sollte man gemessen werden, nicht an Absichtserklärungen.
Ok, dass er mit Gela fertig wird, das hat er am 29. Juni prima gezeigt ... doch da gehört ja wohl nicht viel dazu.
Ob er jedoch den Schendrian in seinem Italistan innen Griff kriegt, das ist doch stark zu zu bezweifelm.
Jedenfalls lügt er nicht bei jedem Wort wie so mancher Grieche.

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