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16.05.2011

13:12 Uhr

IWF-Chef in Bedrängnis

Strauss-Kahn-Festnahme alarmiert Euro-Retter

Die Festnahme von IWF-Chef Strauss-Kahn sorgt für große Unruhe in den für die Schuldenkrise wichtigen EU-Gremien. Die EZB warnt vor einem Machtvakuum an der IWF-Spitze und dringt auf eine schnelle Lösung.

Strauss-Kahn wird untersucht

Video: Strauss-Kahn wird untersucht

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BrüsselDer Internationale Währungsfonds (IWF) müsse aktionsfähig bleiben, unterstrich EZB-Ratsmitglied Ewald Nowotny. "Es ist im Interesse aller zu hoffen, dass es rasch eine klare Lösung gibt", sagte er auf einer Pressekonferenz in Wien. Der IWF spielt als großer Geldgeber eine wichtige Rolle bei der Rettung schuldengeplagter Länder wie Griechenland.

Auf das Treffen der Euro-Finanzminister am Nachmittag über die Schuldenkrise werde das Fernbleiben Strauss-Kahns jedoch nach seiner Einschätzung keine Auswirkungen haben. Die Sitzung sei bereits vorbereitet. Statt Strauss-Kahn soll nun die stellvertretende geschäftsführende Direktorin Nemat Shafik teilnehmen.

Der IWF habe zwar eine "institutionelle Stabilität", die über einzelne Personen hinausgehe. Strauss-Kahn habe jedoch zuletzt in Europa eine "sehr positive Rolle" gespielt, sagte Nowotny. "Ich glaube, es wäre zynisch, davon auszugehen, dass es egal ist, ob jemand hier von der Leitung dabei ist oder nicht."

Strauss-Kahn war am Samstag in New York wenige Minuten vor seinem Abflug nach Europa festgenommen worden. Ihm wird sexuelle Nötigung, versuchte Vergewaltigung und Freiheitsberaubung einer Hotelangestellten zur Last gelegt.

Der IWF spielt eine wichtige Rolle bei der Rettung schuldengeplagter Länder wie Griechenland: Das südeuropäische Euro-Land wartet derzeit auf die fünfte Tranche eines 110 Milliarden Euro schweren Hilfspakets der Europäischen Union und des IWF, das im vergangenen Jahr geschürt worden war. Der IWF soll für rund ein Drittel des Rettungspakets geradestehen.

Strauss-Kahn wird heute erstmals vor einem New Yorker Gericht erscheinen. Nach Angaben seiner Anwälte wird er dabei seine Unschuld beteuern. Der Franzose unterzog sich einer gerichtsmedizinischen Untersuchung, bei der sein Körper auf Kratzer und DNA-Spuren untersucht wurde. Das 32-jährige Zimmermädchen, das er sexuell angegriffen haben soll, identifizierte Strauss-Kahn bei einer Gegenüberstellung auf einer Polizeiwache in Manhattan.

Kommentare (6)

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Maerchen

16.05.2011, 13:30 Uhr

Ein nackter IWF-Chef und eine angezogene Kammerzofe. Diese betritt das Hotelzimmer. Darauf macht sich der 62-jährige Greis über die 30jährige her. Ist das glaubwürdig?

Verfügt der Betagte über einen so hohen Testosteron-Spiegel, dass er jede Gelegenheit gleich beim Schopf packen kann? Hat der IWF-Chef wirklich die Kontrolle über sich verloren? Ist er trotz seines Alters körperlich so fit, dass er sich gewaltsam über eine halb so Alte hermachen kann?

Der Fall Dominique Strauss-Kahn (DSK) wirft Fragen auf. Es ist nicht das erste Mal, dass Zimmermädchen große Männer zu Fall bringen. Ist der Mann wirklich so dumm, einen solchen Fehltritt zu begehen?

Nun ist Dominique Strauss-Kahn nicht irgendwer. Er gehört zum wichtigsten Trio der Welt-Geldelite – neben Ben Bernanke (Fed) und Robert Zeollick (Weltbank). Vertragen sich die Herren etwa nicht mehr? Wollte DSK aus der Reihe tanzen?

Niemand kennt die wahre Mission, die Strauss-Kahn auf seiner Reise nach Europa hatte. Fest steht nur, dass es um den Euro und Griechenland ging. Treffen in Brüssel und Berlin standen auf dem Programm. Wurde er zurückgepfiffen, weil er etwas tun wollte, was nicht im Sinne der Geld-Elite war?

Kann in Zukunft jedes Zimmermädchen jeden Mann mit entsprechenden Anschuldigungen sofort sofort aus dem Verkehr ziehen lassen?

Was war wirklich?

Luegentheater

16.05.2011, 13:36 Uhr

Und wieder einmal präsentiert man uns eine Lügen - Schmierenkomödie....
Welches Lügenereigniss bringt nun bald die weltweit aufgestellten Dominosteine zum kippen ????

Unsere_falsche_Medienwelt

16.05.2011, 13:38 Uhr

Ist die Presse da um uns zu informieren?

Die privaten Konzernmedien sind nicht da um uns zu informieren!!!

Medien sind da um uns eine bestimmte Meinung einzupflanzen!

Je nach Wunsch der Eigentümer bzw. Drahtzieher!!! ( Die Finanzoligarchen )

Wenn man früher ein Land besetzten wollte um deren Rohstoffe und Menschen auszubeuten, schickte man seine Panzer und Soldaten.
Heute macht man das anders.

Man nennt es "Globalisierung"!

Als erstes werden die "Medien AGs" übernommen.

Dadurch manipuliert man die Massenmeinung und die Politik.
Länder werden ausgebeutet bzw. zerstört und die Menschen merken nicht, dass ihr Land "besetzt" ist!

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