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26.09.2012

18:01 Uhr

IWF-Chefin in Berlin

Lagarde und Merkel stimmen sich zu Euro-Krise ab

Ein Treffen von Währungsfonds-Chefin Christine Lagarde und Bundeskanzlerin Angela Merkel in Berlin stand ganz im Zeichen der Euro-Krise. Der IWF zögert mit weiteren Hilfen für angeschlagene Krisenstaaten.

IWF-Chefin Christine Lagarde (rechts) mit Kanzlerin Angela Merkel auf dem Empfang zum 70. Geburtstag von Finanzminister Wolfgang Schäuble. Reuters

IWF-Chefin Christine Lagarde (rechts) mit Kanzlerin Angela Merkel auf dem Empfang zum 70. Geburtstag von Finanzminister Wolfgang Schäuble.

BerlinIWF-Chefin Christine Lagarde und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) haben am Mittwoch in Berlin das weitere Vorgehen in der Euro-Schuldenkrise erörtert. Nach Angaben aus Regierungskreisen wurde bei dem etwa einstündigen Treffen im Kanzleramt auch die Lage der Weltwirtschaft besprochen. Nähere Angaben wurden anschließend nicht gemacht.

Zuvor hatte Regierungssprecher Steffen Seibert lediglich erklärt, es würden all die Punkte besprochen, an denen sich deutsche wie europäische Interessen mit der Arbeit des IWF überschneiden. Der Internationale Währungsfonds (IWF) ist zusammen mit der EU-Kommission und der Europäischen Zentralbank (EZB) Teil der Geldgeber-Troika, die derzeit die Umsetzung der Reformen und Sparauflagen in Griechenland überprüft.

Der Troika-Bericht als Grundlage für die Entscheidung über weitere Milliarden-Hilfen an Athen verzögert sich immer wieder. Es mehren sich Berichte über eine größere Haushaltslücke in Athen.

Differenzen innerhalb der Troika könnte es zu Überlegungen geben, Griechenland mit einem weiteren Schuldenerlass zu entlasten, an dem sich diesmal auch die öffentlichen Geldgeber beteiligen. Dies fordert dem Vernehmen nach auch der IWF. Ein weiterer Schuldenschnitt mit der Abschreibung bilateraler Hilfskredite würde vor allem die Euro-Partner treffen und auch Deutschland Milliarden kosten.

Von

dpa

Kommentare (6)

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touspourun

26.09.2012, 18:18 Uhr

"Differenzen innerhalb der Troika könnte es zu Überlegungen geben, Griechenland mit einem weiteren Schuldenerlass zu entlasten, an dem sich diesmal auch die öffentlichen Geldgeber beteiligen"

Diesmal? Wieso diesmal? Die privaten Geldgeber (aka Spekulanten) sind auf Staatskosten (Rettungsfonds) entschädigt worden für ihre Wetten auf Griechenland Anleihen. Die Banken und ihre Aktionäre sollen zahlen bzw. ihre Verluste (Haircut) realisieren und basta !!

emilioemilio

26.09.2012, 19:05 Uhr

Das Duo Infernale arbeitet heftig ...!
Dies sind die Folgen, weieter werden folgen!

Aufgemerkt, aufgemerkelt:

http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2012/09/26/eu-will-nationale-steuern-nach-bruessel-umleiten/



kontrapunkt

26.09.2012, 20:45 Uhr

Schon diese Krampfminen sagen einfach alles. Gegenwärtig wie in Zukunft! Die Karawane zieht weiter. Nur dass die moderne Herde in den H4-Zimmern sitzt.

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