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01.08.2012

21:21 Uhr

IWF-Chefin Lagarde

„Man kann noch mehr tun“

IWF-Chefin Christine Lagarde sieht das Vertrauen in die Weltwirtschaft schwinden. Nicht nur die Euro-Krise, auch die unsichere Haushaltslage in den USA trage dazu bei. Von der EZB fordert sie noch mehr Engagement.

Christine Lagarde warnte vor einem Vertrauensverlust in der Weltwirtschaft. dpa

Christine Lagarde warnte vor einem Vertrauensverlust in der Weltwirtschaft.

WashingtonDie Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF), Christine Lagarde, hat vor einem Vertrauensverlust in der Weltwirtschaft gewarnt. Dazu trage nicht nur die Krise in der Eurozone, sondern auch die unsichere Haushaltslage in den USA bei, sagte Lagarde am Mittwoch in Washington.

„Wir sehen derzeit eindeutig einen Rückgang des Vertrauens.“ Es bestünden „Zweifel“ an der Fähigkeit der politischen Führer, die Maßnahmen zur Bekämpfung der Krise umzusetzen, zu denen sie sich verpflichtet hätten. „Wenn die Europäer zu ihren Ankündigungen stehen, die sie auf dem Gipfel Ende Juni gemacht haben, dann haben wir Grund zu hoffen, dass sich die Situation verbessert“, sagte Lagarde.

Die IWF-Chefin fordert von Europa „Visionen“ ein: „Wir hoffen, dass die Europäer sich auf Eckpfeiler einigen, um zu klären, was für eine Vision sie für die Zukunft Europas haben. Und ich meine damit nicht Europa in drei Monaten. Investoren, die eine zehnjährige Staatsanleihe in Spanien kaufen müssen wissen, wie Spanien in zehn Jahres aussehen wird.“

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Für Griechenland, wo sich die Koalitionsregierung am Mittwochabend auf ein neues Sparprogramm geeinigt hatte, hatte Lagarde Lob über. „Es ist beeindruckend, was die Griechen bislang erreicht haben. Wir reden von einem Defizitabbau von 6,5 Prozent seit Ende 2009“, so die Französin. „Aber es gibt immer noch viel, was das Land verbessern muss. Strukturelle Reformen sind nötig“, sagte Lagarde. Außerdem müssten Vermögende konsequenter besteuert werden.

Lagarde betonte, dass nicht nur die kriselnde Euro-Zone für die gedrückte Stimmung verantwortlich sei. Europa sei „nicht das einzige Problem“, sagte die IWF-Generaldirektorin. Auch die Haushaltslage in den USA werfe „wichtige Fragen“ auf.

Vor allem verwies Lagarde auf die Unsicherheit im Zusammenhang mit zum Jahresende auslaufenden Konjunkturmaßnahmen und Steuererleichterungen sowie drohenden Kürzungen nach dem Rasenmäherprinzip. Washington müsse alles dafür tun, diese „fiskalpolitische Klippe“ zu umschiffen, mahnte sie.
Die Direktorin des Internationalen Währungsfonds forderte die Europäische Zentralbank (EZB) zu weiteren Anstrengungen zur Stützung der Wirtschaft in der Eurozone aufgefordert. „Man kann noch mehr tun“, sagte Lagarde. Gleichzeitig würdigte sie die jüngsten Äußerungen von EZB-Präsident Mario Draghi, „alles zu tun“, um den Euro zu retten.

Kommentare (16)

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01.08.2012, 22:02 Uhr

Es ist der 1. August.

Die Schweiz feiert ihre Unabhängigkeit.
Überall große Feuerwerke.

Glückwunsch nach Bern!

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01.08.2012, 22:12 Uhr

Mehr tun, soll heissen mehr Geld drucken ????

Account gelöscht!

01.08.2012, 22:12 Uhr

Die habens richtig gemacht....genau wie damals.

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