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20.04.2013

17:32 Uhr

IWF-Frühjahrstagung

Wirtschaftsmächte uneins über Anti-Krisenmaßnahmen

Die schwächelnde Konjunktur in der Eurozone bereitet den Wirtschaftsmächten Kopfschmerzen. Aber was tun? Die auf der IWF-Frühjahrstagung geäußerten Pläne klingen unausgegoren. Nur ein Mann findet klare Worte.

US-Finanzminister Jack Lew: „Eine stärkere Nachfrage in Europa ist wichtig für das globale Wachstum.“ dpa

US-Finanzminister Jack Lew: „Eine stärkere Nachfrage in Europa ist wichtig für das globale Wachstum.“

WashingtonDie anhaltend schwache Wirtschaftslage in der Eurozone sorgt weiter für Besorgnis unter den Top-Wirtschaftsmächten. „Eine stärkere Nachfrage in Europa ist wichtig für das globale Wachstum“, sagte US-Finanzminister Jack Lew anlässlich der Frühjahrstagung des Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Weltbank an diesem Wochenende in Washington.

Lew ging die Europäer hart an und dabei wiederum besonders die Länder mit Überschüssen im Handel – das wichtigste darunter ist Deutschland. Es sei vor allem die anhaltend schwache Nachfrage aus dem Euro-Raum, die auf dem Weltwachstum laste, stellte er fest. Angesichts der Tatsache, dass in weiten Teilen der Euro-Zone die Haushalte zusammengestrichen und die Volkswirtschaften umstrukturiert würden, sei es lebenswichtig, das die Überschussländer im Währungsraum mit mehr nachfragewirksamen Ausgaben mehr für das globale Wachstum tun.

Die Abschlusserklärung der Finanzminister und Notenbankchefs der führenden Industrienationen und Schwellenländer (G20) machte die Rezession in der Währungsunion konkret zum Thema: „Die Erholung in der Eurozone muss sich noch voll verwirklichen“, heißt es in dem Papier. „In vielen Ländern ist das globale Wachstum weiterhin zu schwach und die Arbeitslosigkeit zu hoch.“ Während die Weltwirtschaft in diesem Jahr nach IWF-Berechnung um 3,3 Prozent wachsen soll, schrumpft die Konjunktur in der Eurozone um 0,3 Prozent. Auch im kommenden Jahr soll sie mit 1,1 Prozent Wachstum im Vergleich eher schwach dastehen.

Auf einem Außenpolitik-Forum in Washington am Rande der Tagung dämpfte Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) die Hoffnungen auf anhaltend hohe Zuwachsraten. „Niemand sollte erwarten, dass Europa hohe Wachstumsraten erzielen wird.“

Kommentare (15)

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Brasil

20.04.2013, 17:37 Uhr

Yes sir, die Chinesen werdens euch scon zeigen, was sie unter Wechselkursflexibilitaet verstehen, allerdings nur mit den zukuenftigen, WICHTIGEN Handelspartnern mit denen sie die direkte Verrechnung von Waehrungen aushandeln und nicht mehr ueber Dollar! Damit wird der Dollar langfristig als Seltenheitswaehrung eingestuft werden und nicht mehr die WELT manipulieren koennen, bravo!
Europa wird sich keinen Deut um irgendwelche Importe aus eurem extrem maroden Land kuemmern, wozu auch, was hat die USA zu bieten ausser Waffen und Krieg? Das kann Europa bewiesenermassen alles besser, schliesslich hat man hier die groesste Erfahrung in diesen beiden sektoren, immer noch, obwohl seit dem 2War die USA in fast 300 Kriegen und Konflikten mitgemischt hat und diese teilweise veranlasst hat!
Die groesste Blas ist immer noch die USA selbst mitsamt ihrem gesamten privaten Banksterapparat mit seiner Gallionsfigur FED!
Ihr werdet den Knall eurer Blase zunaechst mal selbst erleben duerfen, ist auch nicht mehr als billi, oder? Bevor die Druckwelle dann ueber den rest der Welt schwappt und hoffentlich die deutschen Abnicker und Selbstbeweihraeucherer am intensivsten trifft mitsamt ihrer lethargischen Bevoelkerung! Auch hier, mein Bravo!

Account gelöscht!

20.04.2013, 18:26 Uhr

"Angesichts der Tatsache, dass in weiten Teilen der Euro-Zone die Haushalte zusammengestrichen und die Volkswirtschaften umstrukturiert würden, sei es lebenswichtig, das die Überschussländer im Währungsraum mit mehr nachfragewirksamen Ausgaben mehr für das globale Wachstum tun."

Hat der Mann einen Sockenschuss? Wieso geht er die klammen Euro-Länder an statt die Ursachen zu benennen und anzugehen, weswegen sich die real vorhandene Kohle staut? Kandidaten sind für mich eine volkswirtschaftlich unsinnige Einkommenverteilung mit einer Zunahme der konsumfernen zu Lasten der konsumnahen unteren Einkommen und ein volkswirtschaftlich un- bis kontraproduktives Finanzbetrugssystem, welches statt zu arbeiten und Realwerte zu finanzieren, lieber Börsenlotto spielt. Bei der Weltfremdheit der Finanzbetrugssystemsprechpuppen kann man nur noch den Kopf schütteln!

Account gelöscht!

20.04.2013, 18:34 Uhr

Wir haben keine Krise.

Wir befinden uns auf einem guten Weg.

Der EURO ist unser Motor des Fortschritts. Deshalb wurde er zwangseingeführt - zum Wohle des deutschen Volkes und der Völker Europas.

Wer das nicht erkennt, ist ein Narr.

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