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22.01.2016

08:16 Uhr

IWF

Lagarde kandidiert für zweite Amtszeit

Die IWF-Chefin Christine Lagarde möchte weiter in dieser Funktion arbeiten. Das kündigte die Französin am Freitag an.

Die IWF-Chefin will erneut kandidieren. AFP

Christine Lagarde

Die IWF-Chefin will erneut kandidieren.

ParisDie Direktorin des Internationalen Währungsfonds (IWF), Christine Lagarde, kandidiert für eine zweite Amtszeit. Sie kandidiere für ein zweites Mandat, sagte die Französin am Freitag dem Sender France 2. Am Donnerstag hatten sich bereits Deutschland, Großbritannien und ihr Heimatland Frankreich für eine erneute Kandidatur Lagardes ausgesprochen, nachdem der IWF offiziell das Rennen um den Spitzenposten eröffnet hatte.

Der IWF hatte am Mittwoch offiziell das Rennen um den Spitzenposten eröffnet. Lagardes Amtszeit läuft Ende Juli aus. Sie hatte sich bereits offen für eine erneute Kandidatur gezeigt. Den ungeschriebenen Regeln zufolge stellen die Europäer den Chef des IWF und die USA den der Weltbank. Doch dieses Arrangement steht zunehmend in der Kritik, die Schwellenländer fordern mehr Einfluss in den internationalen Finanzinstitutionen.

Warum der IWF so wichtig ist

Was ist der IWF?

Der Internationale Währungsfonds (IWF), der zusammen mit den EU-Staaten zur Rettung der Staatsfinanzen der Euro-Wackelkandidaten einspringen soll, ist eine Sonderorganisation der Vereinten Nationen. Er wurde zusammen mit der Weltbank im Juli 1944 bei der Währungskonferenz in Bretton Woods im US-Staat New Hampshire gegründet.

Wer sind die Mitglieder im IWF?

Dem IWF mit Hauptsitz in Washington (englisch: IMF für International Monetary Fund) gehören heute 186 Staaten an. Das Stimmrecht der Mitgliedsländer richtet sich nach ihrem Kapitalanteil. Dementsprechend zählen die USA (mit 16,77 Prozent), Japan (6,02 Prozent) oder auch Deutschland (5,88 Prozent) zu den Schwergewichten des IWF. Gambia hingegen kommt auf nur 0,03 Prozent und Haiti auf 0,05 Prozent.

Welche Aufgabe hat der IWF?

Hauptaufgabe ist die Wahrung einer stabilen Währungsordnung. Dazu zählt vor allem auch die Verhinderung von Finanzkrisen - wie etwa 1994/1995 in Mexiko oder 1997/1998 in Asien

Welchen Staaten hat der IWF in den letzten Jahren geholfen?

In der jüngeren Vergangenheit griff der IWF auf Ersuchen der jeweiligen Regierungen beispielsweise in der Ukraine, Island, Ungarn, Pakistan und eben auch im Euro-Staat Griechenland ein. Für die betroffenen Staaten ist das mit strengen Auflagen für die Sanierung ihrer Finanzen verbunden.

Wer leitet den IWF?

An der Spitze des Internationalen Währungsfonds steht traditionell ein Europäer. Dagegen wird die Weltbank von einem Amerikaner geführt. Bislang einziger deutscher IWF-Direktor war Horst Köhler. Er hatte das Amt inne, bevor er 2004 zum Bundespräsidenten gewählt wurde.

Von

afp

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