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26.05.2011

19:48 Uhr

IWF-Nachfolge

Sarkozy sieht Lagardes Chancen optimistisch

VonHolger Alich

Vorsichtig optimistisch hat sich Frankreichs Staatspräsident Sarkozy zu den Chancen von Christine Lagarde geäußert, Nachfolgerin von Dominique Strauss-Kahn beim IWF zu werden.

Derzeit trifft sich Frankreichs Staatspräsident Sarkozy beim G8-Gipfel mit anderen Staats- und Regierungschefs. Quelle: Reuters

Derzeit trifft sich Frankreichs Staatspräsident Sarkozy beim G8-Gipfel mit anderen Staats- und Regierungschefs.

DeauvilleFrankreichs Staatspräsident Nicolas Sarkozy äußerte sich vorsichtig optimistisch zu den Chancen seiner Finanzministerin Christine Lagarde neue Generaldirektorin des Internationalen Währungsfonds (IWF) zu werden.

Auf die Frage, wie US-Präsident Barack Obama in seinem Gespräch mit Sarkozy auf die Kandidatur Lagardes reagiert habe, erklärte der französische Staatspräsident: "Aus meinen diversen Gesprächen habe ich heraus gehört, dass alle Christine Lagarde für eine Frau mit großen Qualitäten halten." Er fügte an: "Ich ziehe daraus den Schluss, dass, wenn sie gewählt würde, sie eine sehr gute IWF-Chefin würde." Die EU hat sich offen für Christine Lagarde ausgesprochen. Die US-Regierung hält sich bisher zurück. Sollte sie sich auf die Seite Lagardes schlagen, gilt ihre Wahl als sicher.

Sarkozy fügte indes an, dass "die G8 nicht das Forum dafür sind, den nächsten IWF-Generaldirektor zu bestimmen. Die G8 sind nicht das Direktorium der Welt."

Die anderen Staats- und Regierungschefs hätten Sarkozy auch auf die so genannte Tapie-Affäre angesprochen, so Sarkozy. "Alle Probleme sind erwähnt worden, aber dieses Risiko ist leicht beherrschbar", sagte Frankreichs Staatschef.

Lagarde droht ein Ermittlungsverfahren vor dem französischen Gerichtshof der Republik. Der Verdacht lautet auf Amtsmissbrauch. Im jahrzehntelangen Streit zwischen dem Staat und dem französischen Geschäftsmann Bernard Tapie um Unregelmäßigkeiten beim Verkauf von Adidas-Anteilen Tapies war Lagarde vom normalen Klage-Weg abgewichen und hatte ein Schlichtergericht angerufen, um den Streit ein für allemal zu beenden. Doch das Schiedsgericht entschied im Sinne Tapies und sprach ihm 245 Millionen Euro Schadenersatz zu.  Nun wird Lagarde vorgehalten, mit der Einschaltung eines Schiedsgericht wider den Interessen des Staates gehandelt zu haben.

Kommentare (1)

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27.05.2011, 21:53 Uhr

Und Nicolas,
was machen die Milliarden in Griechenland ?
Ich habe gelesen, daß Nicolas dem altgriechischen entstammt und "Sieger über das Volk" bedeutet.

Wie treffend, in diesem Fall können nur das Land seiner Ahnen und das Land das er gerade regiert gemeint sein. Vielleicht auch ein Klitzkleinbisschen Deutschland, aber nur ein Klitzkleinbisschen.

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